Die Steuererklärung gehört für viele zu den weniger beliebten Aufgaben. Mit moderner Steuersoftware lässt sich dieser Prozess jedoch deutlich vereinfachen. Digitale Lösungen führen Schritt für Schritt durch die Eingabe und helfen dabei, Steuern zu sparen und Fehler zu vermeiden.
Hier kann eine hochwertige Steuersoftware den Weg zur Steuererklärung erleichtern und helfen, eine höhere Steuererstattung herauszuholen. Im aktuellen Test hat die Stiftung Warentest 30 Programme untersucht. Einige patzten bei der Steuerberechnung der Musterfälle. Der Experte verrät: Darauf kommt es bei der Wahl des passenden Programms an.
Am 31. Juli 2026 endet für viele Menschen die Frist zur Abgabe der Steuererklärung für das Vorjahr. Wer beim Ausfüllen Hilfe benötigt, kann auf ein Steuerprogramm setzen, das die Eingabe der Daten erleichtert und Spartipps gibt. Doch nicht alle rechnen korrekt. Das zeigt der aktuelle Test der Stiftung Warentest von 30 Steueranwendungen von 14 Marken für Web-Browser, Smartphone (Android und iOS) und PC. „Einige Programme zeigten erhebliche Schwächen – etwa bei der Berechnung des steuerpflichtigen Teils der Altersrente. Auch bei der Nutzerfreundlichkeit der Anwendungen gab es deutliche Unterschiede“, sagt Daniel Pöhler, Steuerexperte der Stiftung Warentest.
Zwei Programme mit erheblichen Schwächen
Taxando und Wundertax hatten mit den beiden komplexen Musterfällen im Test die größten Probleme. Schlusslicht Taxando erhielt dafür in der Browser-Version die Note Ausreichend – in der Smartphone-App sogar nur Mangelhaft. Der Grund: In der Browser-Anwendung ließen sich bestimmte Werte wie Zinsen, Parteispenden oder Aufwendungen zur Basisrente nicht gut erfassen. Die App konnte etwa Renten, Kinder oder die Zusammenveranlagung nicht bearbeiten. „Fehlerhafte Berechnungen und Eingabeprobleme sind mehr als ärgerlich. Wir können die betroffenen Programme daher nicht empfehlen“, sagt Daniel Pöhler.
Zwischen Elster und Steuerprofis
Steuerprogramme lassen sich zwischen dem Online-Finanzamt Elster und Steuerprofis verorten. Der große Vorteil einer Software im Vergleich zu Elster: Die Programme vermeiden Fachsprache und weisen Steuerpflichtige auf wichtige Punkte hin. Dadurch kann eine höhere Erstattung drin sein. Den Lohnsteuerhilfeverein und Steuerberater ersetzt die Software jedoch meist nicht. Denn sie beraten individuell und können Steuerpflichtigen noch mehr Arbeit abnehmen.
App, Browser oder Desktop?
Der Test zeigt: Besonders komfortabel lassen sich Browser-Anwendungen nutzen. Sehr gute Web-Versionen blenden auf größeren Bildschirmen zusätzliche Informationen und Hilfen ein. Wer eine Smartphone-App nutzt, kann die Erklärung auch unterwegs erledigen. Der Vorteil von installierter Desktop-Software: Sie kommt bei der Dateneingabe ohne Internetverbindung aus und Daten lassen sich lokal auf dem Rechner speichern.
Bereits seit 1992 testet die Stiftung Warentest Steuersoftware. Wer im aktuellen Test das Rennen macht, wie gut kostenlose Programme abschneiden und wie sich der langjährige Testsieger schlägt, steht in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest Finanzen und online unter www.test.de/steuerprogramme.
Quelle: Stiftung Warentest