Finanz-Influencer: brema und Verbraucherzentrale klären auf

Finanz-Influencer, auch „Finfluencer“ genannt, gewinnen vor allem in sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder YouTube immer mehr an Bedeutung. Sie geben Tipps zu Themen wie Sparen, Investieren oder Kryptowährungen und erreichen damit besonders junge Menschen.

Der Vorteil: Finanzwissen wird verständlich und leicht zugänglich vermittelt. Viele Influencer erklären komplexe Themen einfach und motivieren dazu, sich frühzeitig mit Geldanlagen auseinanderzusetzen. Doch es gibt auch Risiken. Nicht alle Empfehlungen sind unabhängig oder fundiert. Manche Inhalte dienen eher der Werbung oder verfolgen eigene finanzielle Interessen. Zudem fehlt häufig eine offizielle Qualifikation oder Regulierung.

„Ich mach‘ dich reich!“ brema und Verbraucherzentrale klären über Finanz-Influencer auf – Bild: Gerd Altmann auf Pixabay modifiziert

„Ich mach‘ dich reich!“
brema und Verbraucherzentrale klären über Finanz-Influencer auf

Auf Social Media tummeln sich viele Influencerinnen und Influencer, die über Finanzthemen sprechen. Woran kann man professionelle Finanz-Influencer erkennen? Worauf sollte man achten, wenn man sich online über Aktien und Altersvorsorge informieren möchte?

Diese und weitere Fragen beantworten die Bremische Landesmedienanstalt brema und die Verbraucherzentrale Bremen am 22. April bei einer digitalen Veranstaltung.

Die Nachfrage boomt: Vor allem junge Menschen suchen in sozialen Medien nach Anlagetipps und Strategien zum Vermögensaufbau. Hier kommen die sogenannten „Finfluencer“ („finance“ + „Influencer“) ins Spiel, denn sie bedienen genau diese Zielgruppe mit Inhalten zu Aktien, Kryptowährungen und Immobilienkäufen. Aber nicht alle Accounts betreiben professionelle Aufklärung. Viele versprechen einfach nur das schnelle Geld und nutzen dabei dubiose Geschäftsmethoden.

„Influencer sind oft die Idole ihrer Zielgruppe und genießen eine wahnsinnig hohe Glaubwürdigkeit“, so Cornelia Holsten, Direktorin der brema. „Wenn es um fundierte Aufklärung geht, ist das super, denn den Umgang mit Geld lernt man nicht in der Schule. Aber oftmals verdienen an den vermeintlich seriösen Tipps nur die Influencer selbst. Ob es um Anlageprodukte oder Workshops geht: Die Sehnsucht nach dem schnellen Geld führt bei viele Followerinnen und Followern zu voreiligen Entscheidungen. Da werden Ratschläge befolgt, die am Ende das Konto nicht voller, sondern leerer machen.“

Um vor diesen Risiken zu warnen und über das Phänomen „Finfluencing“ aufzuklären, veranstalten die brema und die Verbraucherzentrale Bremen am 22. April 2026 einen digitalen Infoabend. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten misstrauisch werden, wenn jemand überhöhte Gewinne verspricht oder sie unter Zeitdruck setzt“, sagt Marcus Wewer, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen. „Auch angeblich todsichere Investmenttipps, exklusive Insiderinformationen oder die Einladung, einer Gruppe beizutreten, sprechen nicht für Seriosität der Finanzinfluencer“, so Wewer weiter. 

Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 22. April 2026, um 16:30 Uhr. Die Anmeldung ist ab sofort auf der Webseite der Verbraucherzentrale Bremen möglich.

Quelle: Verbraucherzentrale Bremen

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