Krötenwanderung 2026: BUND ruft zu besonderer Rücksicht im Straßenverkehr auf

Die Krötenwanderung ist ein faszinierendes Naturschauspiel, das jedes Jahr im Frühling stattfindet. Dabei machen sich tausende Amphibien – vor allem die Erdkröte – auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Nach dem Winter verlassen Kröten, Frösche und Molche ihre Winterquartiere und wandern (Laichwanderung) zu den Gewässern zurück, in denen sie geboren wurden. Dort paaren sie sich und legen ihre Eier ab. Leider werden jedes Jahr viele, viele Kröten, Frösche und andere Amphibien Opfer des Straßenverkehrs.

BUND ruft zu besonderer Rücksicht im Straßenverkehr auf

Mit Frühlingsanfang beginnt wieder die Wanderungszeit für Kröten, Frösche und andere Amphibien. Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern überqueren die Tiere häufig Straßen und sind dabei besonders gefährdet. Insbesondere Erdkröten legen zu dieser Jahreszeit lange Strecken zurück. Mehrere hundert bis einige tausend Erdkröten müssen auch Straßen überqueren, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) appelliert daher an alle Auto- und Fahrradfahrer*innen, aufmerksam zu sein, Warnschilder zu beachten und besonders an bekannten Kröten-Wanderstrecken langsam zu fahren.

Langsames und aufmerksames Fahren rettet Kröten

Caroline Lamps, Teamleitung Lebensräume und Leitung Naturschutzpolitik: „Sobald die Temperaturen steigen und es feuchter wird, machen sich Kröten und andere Amphibien auf den Weg zu ihren Laichplätzen. In dieser Zeit können schon wenige Sekunden Aufmerksamkeit im Straßenverkehr über Leben und Tod der Tiere entscheiden. Wer langsam fährt und auf Warnhinweise achtet, hilft den Tieren ganz konkret.“

An manchen Orten werden bis zu 70 Prozent der wandernden Amphibien bei der Überquerung einer einzigen Straße entweder überfahren oder sterben am Luftdruck, den Autos mit hoher Geschwindigkeit verursachen. Ganze Populationen können dadurch in kürzester Zeit ausgelöscht werden.

Vor allem in regnerischen Morgen- und Abendstunden sollten Auto- und Fahrradfahrer*innen bei milderen Temperaturen besonders aufmerksam fahren und die Geschwindigkeitsbeschränkungen einhalten. Blinklampen oder Warnschilder mit Froschsymbol sowie örtliche Tempolimits weisen mancherorts auf Sammelgebiete hin.

Dauerhafte Hilfe durch Zäune und Tunnel

Dauerhafte Hilfe bieten fest installierte Zäune und Amphibientunnel. Dort, wo diese nicht einsetzbar sind, setzt der BUND auf mobile Zäune: Die Amphibien suchen entlang der Schutzzäune einen Durchschlupf und landen dabei in Eimern, die in regelmäßigen Abständen ebenerdig im Boden versenkt sind. Auch zahlreiche andere Kleintiere, wie z.B. Eidechsen, werden hierdurch gerettet. Diese müssen täglich von engagierten Freiwilligen über die Straße transportiert werden. Wenn Sie sich engagieren möchten und dabei den Kröten helfen, können Sie sich an die örtlichen BUND-Gruppen wenden. Vorkenntnisse sind hierbei nicht notwendig.

Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) 

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