Grillen ist längst mehr als nur eine Zubereitungsart für Essen – es gehört zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in Deutschland. Ob im eigenen Garten, im Park oder am See: Sobald die Temperaturen steigen, beginnt die Grillsaison.
Vom klassischen Steak über Bratwurst bis hin zu vegetarischen und veganen Alternativen – Grillen bietet für jeden Geschmack etwas. Egal ob Fleischliebhaber oder gesundheitsbewusst: Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.
Grillen mit Gas wird in Deutschland immer beliebter und gilt als Alternative zum klassischen Holzkohlegrill. Schnell, sauber und komfortabel – perfekt für alle, die ohne großen Aufwand grillen möchten. Per Knopfdruck wird der Grill gezündet und erreicht innerhalb weniger Minuten die gewünschte Temperatur – ganz ohne Rauchentwicklung wie bei Holzkohle. Doch wie gut und sicher sind die gasbetriebenen Grills? Dieser Frage ist zum Start der Grillsaison die Stiftung Warentest nachgegangen – teils mit gefährlichen Ergebnissen.
Gasgrills – Zwischen Grillspaß und Feuergefahr
Grillen mit Gas punktet mit kurzen Aufheizzeiten und stufenloser kontrollierter Temperaturregelung – doch ist zu viel Fett im Spiel, kann es schnell gefährlich werden. Im aktuellen Test der Stiftung Warentest gingen mehrere Grills in Flammen auf. Die gute Nachricht: Sechs der zehn getesteten Grillwagen überzeugen.
Die Testerinnen und Tester schickten zehn Gasgrillwagen mit drei oder vier Hauptbrennern ins Prüflabor – von günstigen Baumarktmodellen bis hin zu Premium-Geräten bekannter Marken wie Weber, Napoleon oder Campingaz. Die Preise reichen von knapp 200 bis über 860 Euro.
„Das Grillergebnis steht im Mittelpunkt – ist aber nicht das Einzige, was zählt“, erklärt der Experte von Stiftung Warentest Stephan Scherfenberg. „Wir haben geschaut, wie lange das Aufheizen dauert, welche Grillfläche wirklich nutzbar ist und was am Ende auf dem Teller landet – von appetitlich gegart bis fast verkohlt war alles dabei.“ Unterschiede fand das Testteam auch in der Handhabung und Haltbarkeit. Die Prüfung der Sicherheit offenbarte, dass einige Modelle zu gefährlichen Entzündungen neigen.
„Tropfendes Fett muss zuverlässig in die Fettwanne abgeleitet werden – weit weg von den Brennern“, so Scherfenberg. „Die guten Grills im Test schaffen das. Drei Modelle hingegen versagten: Sie leiteten Fett nicht sicher ab – es sammelte sich direkt unter den Brennern und entzündete sich. Die Grills brannten teils über eine Viertelstunde, selbst nach dem Schließen des Gashahns.“ Alle drei Modelle erhalten das Gesamturteil Mangelhaft.
Wer einen Gasgrill besitzt, sollte die Fettwanne regelmäßig leeren und den Grill sauber halten. Bei einem Fettbrand gilt: Niemals Wasser verwenden – das lässt das Fett explodieren. Stattdessen Gashahn und Haube schließen, eine Löschdecke oder Fettbrandlöscher der Klasse F nutzen und im Zweifel die 112 rufen.
Die ausführlichen Ergebnisse zum Gasgrill-Test erscheinen in der April-Ausgabe 2026 der Zeitschrift Stiftung Warentest und unter www.test.de/gasgrill.
Quelle: Stiftung Warentest