Eine Fahrradversicherung schützt Fahrradbesitzer vor finanziellen Schäden, wenn das Fahrrad gestohlen, beschädigt oder bei einem Unfall zerstört wird. Besonders bei teuren Fahrrädern oder E-Bikes kann eine solche Versicherung sinnvoll sein. Viele Fahrräder sind zwar über die Hausratversicherung gegen Diebstahl abgesichert, allerdings meist nur bei Einbruch aus Wohnung, Keller oder Garage. Eine spezielle Fahrradversicherung bietet oft umfangreicheren Schutz, zum Beispiel auch bei Diebstahl im öffentlichen Raum oder bei Vandalismus.
Gerade für hochwertige Fahrräder, E-Bikes oder Lastenräder kann eine zusätzliche Versicherung helfen, hohe Kosten im Schadensfall zu vermeiden.
Fahrradversicherungen – Test der Stiftung Warentest
Diebstahl- oder Kaskoversicherung: Es gibt verschiedene Wege, das eigene Fahrrad zu versichern. Entscheidend sind u. a. der Wert des Rades und der Wohnort. Die Stiftung Warentest hat 112 Tarife von 45 Anbietern untersucht – darunter Huk-Coburg, Allianz und Signal Iduna. Das Ergebnis: Sehr guter Schutz muss nicht teuer sein.
Sehr guter Schutz für rund 30 Euro pro Jahr
Diebstahl- oder Kaskoversicherung: Es gibt verschiedene Wege, das eigene Fahrrad zu versichern. Entscheidend sind u. a. der Wert des Rades und der Wohnort. Die Stiftung Warentest hat 112 Tarife von 45 Anbietern untersucht – darunter Huk-Coburg, Allianz und Signal Iduna. Das Ergebnis: Sehr guter Schutz muss nicht teuer sein.
Rad weg, was nun? Wer eine gute Diebstahlversicherung hat, bekommt den Schaden ersetzt. Sehr guten Diebstahlschutz gibt es bundesweit bereits für geringe Jahresbeiträge von rund 30 Euro. Nicht nur in kleineren Städten, sondern auch in Berlin, wo pro Jahr 30.000 Fahrräder als gestohlen gemeldet werden.
In der Hauptstadt gibt es sehr guten Diebstahlschutz für ein Trekkingrad im Wert von 1.500 Euro ab 32 Euro pro Jahr. Für ein 3.000 Euro teures E-Cityrad kostet er 38 Euro und 50 Euro für ein 6.000 Euro teures E-Bike. „Besonders wichtig für die Wahl der Police ist zum Beispiel, dass der Tarif über mehrere Jahre den Neuwert des Fahrrads erstattet“, sagt Lena Sington, Versicherungsexpertin der Stiftung Warentest.
Hausratversicherung – bequem, aber mit Risiko
Für die Versicherung des Fahrrads stehen generell drei Optionen zur Wahl – Hausratversicherung, Diebstahl- und Kaskoschutz. Die Hausratversicherung ist bequem, birgt allerdings auch ein Risiko. Nach einem Schadensfall könnte der Versicherer den Vertrag kündigen. In einigen Fällen lässt sich das Fahrrad über eine bereits bestehende Hausratspolice mitversichern. Dabei unbedingt auf die enthaltene Versicherungssumme achten. Die ist häufig begrenzt. Tipp: Ein aktueller Test zu Hausratsversicherungen findet sich im nächsten Heft, das am 22. April erscheint – inklusive sehr guter Tarife mit unkompliziertem Fahrradschutz.
Diebstahl- und Kaskoschutz für Vielfahrer und teure Räder
Für teure Räder ist eine Diebstahlversicherung sinnvoll. Gute Tarife ersetzen den Neuwert des Rades über mehrere Jahre – sehr gute Tarife sogar zeitlich unbegrenzt. Der Kaskoschutz eignet sich für sehr teure Fahrräder ab 3.000 Euro – beispielsweise moderne E-Bikes. Der Schutz deckt auch Kosten ab, die durch Stürze, Unfälle, Vandalismus und teilweise Verschleiß entstehen. Oft ist zusätzlich ein Schutzbrief mit Pannenhilfe enthalten.
Günstig in Remscheid, teuer in Göttingen und Berlin
Die Höhe des Beitrags für eine Fahrradversicherung hängt vom Wohnort ab: „In Städten mit hoher Diebstahlquote verlangen Versicherer meist deutlich höhere Beträge“, sagt Lena Sington. Im Fokus des Tarifvergleichs stehen daher die Preise für die beiden Städte mit dem niedrigsten und dem höchsten Diebstahlrisiko pro Kopf – Remscheid und Göttingen. Hinzu kommt Berlin, wo pro Jahr in absoluten Zahlen die meisten Fahrräder als gestohlen gemeldet werden.
Anzeige – Der gesamte Test erscheint in der April-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest Finanzen und ist online abrufbar unter test.de/fahrradversicherung.
Quelle: Stiftung Warentest