Darum ist das Grün so grün

Vielleicht haben Sie ja schon einmal ein Spielfeld eines Bundesliga-Vereins aus der Nähe betrachten dürfen. Das ist jeweils nicht einfach irgendein Rasen, sondern eine ganz dicht verwachsene und gleichzeitig feine Angelegenheit. Dass der Rasen nicht nur in der Totalen am Fernseher gut aussieht, mag erstaunen. Schließlich wird er durch die 22 Spieler auf dem Platz doch stark strapaziert. Nur weil es am Spieltag regnen mag, wird kein Spiel sofort abgesagt. Und die Metallstollen hinterlassen bei den Tacklings immer wieder tiefe Furchen.

Die Lösung – Hybridrasen

Um den Rasen strapazierfähiger zu machen, greifen einige Greenkeeper in der Bundesliga auf Kunststoff zurück. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass die Spiele demnächst auf einem Kunstrasen stattfinden würden. Ein typischer Hybridrasen enthält rund 15 Prozent Kunststofffasern. Diese helfen dem Naturrasen, seine Form beizubehalten. So sieht der Naturrasen nicht nur schöner aus und geht weniger kaputt, er ist auch viel besser bespielbar, da die Oberfläche viel regelmäßiger ist. Die Schnitthöhe beim Naturrasen ist gewöhnlich rund 2,5 cm, während die Kunststofffasern einen halben bis einen ganzen Zentimeter weniger aus dem Boden ragen.

Diese Lösung ist für den Rasen zu Hause im Garten aktuell wohl noch zu teuer. Man sollte dabei auch beachten, dass der Untergrund bei einem Hybridrasen etwas härter ausfällt. Schließlich benötigen die rund 2.500 Kunststofffaserbündel pro Quadratmeter. Für den eigenen Garten ist dies mitunter nicht besonders praktisch, denn vielleicht möchte man sich ja gerade im Sommer auch einfach einmal auf dem eigenen Grün hinlegen und die Sonne genießen.

Wer sich zu Hause ebenfalls auf einem perfekten Rasen bewegen möchte, kann sich aber bestimmt ein paar Dinge von den besten Greenkeepern in der Bundesliga abschauen. Diese findet man zum Beispiel beim VfL Wolfsburg oder bei Borussia Dortmund. Laut Online Wetten achten die beiden Mannschaften darauf, dass der Rasen schön gleichmäßig nachwächst – aber dennoch nie höher als rund 3,5 cm wird. Dies erreichen sie, indem sie den Rasen drei- bis viermal pro Woche mähen. Im Gegensatz zu einem Rollrasen muss der Hybridrasen außerdem nicht so oft neu verlegt werden.

Es werde Licht!

Der Untergrund ist längst nicht alles, was einen guten Rasen ausmacht. Ohne Licht kann das Grün freilich auch nicht gedeihen. In Fußballstadien, in denen wegen der hohen Tribünen oft nicht genügend Sonnenschein die Rasenfläche erreicht, kommen dabei künstliche Beleuchtungen zum Einsatz, wie man sie auch von Zimmerpflanzen kennt. So lässt sich beispielsweise erklären, warum gerade Dortmund in Sachen Rasen ganz vorne mitspielt, obwohl das riesige Stadion des BVB über extrem hohe Tribünen verfügt. Zusätzlich zum Licht spielt auch der richtige Dünger eine wichtige Rolle.

Vor oder hinter dem eigenen Haus kann die Herausforderung leicht anderer Natur sein. Das eigene Haus oder ein Haus nebenan kann für viel Schatten sorgen. Dasselbe gilt für Bäume oder ganz einfach das Gelände rund um Ihr Zuhause. Ohne zusätzliche Hilfe wie zum Beispiel mit dem Kunstlicht wächst der Rasen auch nur bis zu einer Temperatur von acht Grad Celsius nach. Das sind Faktoren, die nicht unbedingt zu beseitigen sind. Gleichzeitig wird auf dem Rasen zu Hause kein professioneller Fußball gespielt – die Beanspruchung der Grünfläche ist also nicht dieselbe und auf jeden Fall wesentlich weniger intensiv als in den Stadien der Bundesliga.

Bild/er: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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