Urlaub während der Schwangerschaft: Was geht – und was nicht?

Besonders in stressigen Phasen, die uns mental und körperlich sehr fordern, kann eine kleine Auszeit samt Luftveränderung wahre Wunder wirken. Die Schwangerschaft ist da keine Ausnahme. Man hört jedoch immer wieder, dass Frau sich in dieser Zeit auf keinen Fall den Strapazen einer Reise aussetzen sollte. Zu groß sei die Gefahr, dass das ungeborene Kind einen Schaden davontrage oder es im schlimmsten Fall gar zu einer Fehlgeburt komme.

Urlaub während der Schwangerschaft: Was geht – und was nicht?

Wir sind der Frage nachgegangen, welche Arten von Urlaub man sich und dem im Bauch heranwachsenden Leben zumuten kann, ohne dass dabei ein Risiko besteht.

Vor Reiseantritt auf jeden Fall einen Arzt konsultieren

Das Wichtigste vorneweg: Wer während der Schwangerschaft in den Urlaub fahren will, sollte vorher unbedingt einen Frauenarzt aufsuchen und dort klären lassen, ob der geplante Trip aus medizinischer Sicht unbedenklich ist. So wie jede Frau anders ist, ist es auch jede Schwangerschaft. Das letzte Wort darüber, ob die Reise wirklich ohne Bedenken angetreten werden kann, sollte also auf jeden Fall bei einem Fachmann liegen, der die genauen Umstände kennt und beurteilen kann.

Grundsätzlich gilt jedoch: Als schwangere Frau muss man sich weit weniger einschränken, als viele Menschen glauben, bei der Reise aber natürlich besondere Rücksicht auf die eigene Situation nehmen.

Die ideale Reisezeit

Nicht jeder Zeitpunkt während einer Schwangerschaft ist dafür geeignet, zu verreisen. Ideal sind die Monate 5 und 6. In dieser Phase hat sich der Körper an die besonderen Belastungen gewöhnt, die das Austragen eines Kindes mit sich bringt. Der Bauch der werdenden Mutter ist aber noch nicht so groß, dass er im Urlaub oder auf der Reise zur Belastung oder zum Hindernis wird.

Je näher der Entbindungstermin rückt, desto eher ist von einer Reise abzuraten. In manche Länder darf man ab einem gewissen Zeitpunkt ohnehin nicht mehr einreisen oder braucht ein spezielles Visum. Die USA kann man beispielsweise kurz vor der Geburt nicht mehr besuchen, denn wenn das Kind dort zur Welt käme, wäre es automatisch amerikanischer Staatsbürger. Das wollen die Vereinigten Staaten vermeiden – und man selbst angesichts der Entwicklungen des letzten Jahres sicherlich auch.

Welche Art von Urlaub ist drin?

Dieser Punkt ist der einzige, bei dem man als Schwangere größere Abstriche machen muss. Ein Abenteuerurlaub ist in diesem Zustand nämlich selbstredend keine gute Idee, und für nahezu jede andere Form der aktiven Erholung gilt das Gleiche. Zum einen rät allerdings schon der gesunde Menschenverstand von solchen Aktivitäten ab, zum anderen wird man während der Schwangerschaft auch keine besonders große Lust darauf verspüren. Vielmehr geht es bei einer solchen Auszeit ja darum, sich absolute Entspannung zu gönnen – und die ist in jeder Form erlaubt.

Viele Reiseveranstalter führen spezielle Angebote für Familien, bei denen unter anderem auf die besonderen Bedürfnisse werdender Mütter eingegangen wird. Sie sind die ideale Gelegenheit für die Ruhe vor dem Sturm, bei der man vor dem anstrengenden nächsten Lebensabschnitt noch einmal die Seele baumeln lassen kann.

Welches Verkehrsmittel kann ich nehmen?

Bei der Wahl des Verkehrsmittels gibt es kaum Einschränkungen. Auch die weit verbreitete Annahme, dass Flugreisen dem heranwachsenden Kind aus unterschiedlichen Gründen schaden, ist ein Irrglaube. Es gibt keine Studie, die ein Risiko für das Kind durch Höhenluft oder kosmische Strahlung belegt – im Gegenteil.

Zu beachten ist bei einer Flugreise lediglich das erhöhte Thromboserisiko. Abhilfe schaffen kann man mit Kompressionsstrümpfen, die verhindern, dass am Ende des Fluges die Füße geschwollen sind.

Reisen mit dem Auto oder Zug sind ohnehin kein Problem. Wichtig sind dabei nur Pausen, in denen man sich bewegen kann, und dass man sich so anschnallt, dass der Bauch so wenig wie möglich belastet wird. Das weiß man als Schwangere aber ohnehin.

 

Bild/er: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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