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26.6.2017   |   Gesundheit - Wissenschaft / Forschung

Kontaktallergien bei Kindern: Die häufigsten Auslöser

Eine amerikanische Kinder- und Jugendärztin macht darauf aufmerksam, dass bei Patienten mit Neurodermitis Kontaktallergien vermutet werden sollten, wenn die Lage des Hautausschlags nicht typisch für Neurodermitis ist, wenn der Ausschlag geometrisch oder symmetrisch geformt ist, oder wenn eine Neurodermitis-Behandlung nicht anschlägt oder die Neurodermitis sich verschlechtert.

Dr. Catalina Matiz, Kinder- und Jugendärztin in San Diego, Kalifornien, USA, zufolge ist eine allergische Kontaktdermatitis eine komplexe Störung. Sie tritt auf, wenn die Haut eines Patienten einer Substanz ausgesetzt ist, die die Hautbarriere leicht überwindet.

In den Vereinigten Staaten wird immer mehr anerkannt, dass viele pädiatrische Patienten durch Allergene in Körperpflegeprodukten, einschließlich Hautpflegeprodukten, Medikamenten, die auf die Haut aufgetragen werden, und auch Substanzen in der Kleidung sensibilisiert werden.

Eine Studie von Dr. Hannah Hill et al. im Jahr 2016 überprüfte pädiatrische Daten zu Allergietests, um die meisten Kontakt-Allergene bei Kindern zu ermitteln.

Dr. Matiz stellte bei Pediatric News die häufigsten Allergene vor, die von dem Forscherteam um Dr. Hill Gruppe ermittelt wurden, und bot praktische Ratschläge zur Vermeidung von Allergenen an.

Zu den häufigsten Allergenen gehören demnach (in absteigender Reihenfolge):

  • Tixocortolpivalat (ein Kortikosteroid; aus der Gruppe der Glucocorticoide, z.B. in Nasenspray).
  • Propylenglykol (Lösungsmittel, z.B. zum Auflösen von Ohrenschmalz; Hilfsstoff).
  • Methylchlorisothiazolinon (MCI) / Methylisothiazolinon (MI) (dienen als Konservierungsstoffe und sind mittlerweile in Europa auf nicht abspülbaren Kosmetika verboten).
  • Cocamidopropylbetain (Tensid, wirkt in Shampoos und Duschgelen schaumstabilisierend und viskositätserhöhend, d.h. verbessert die Fließfähigkeit).
  • Lanolin (Wollwachs, wird zur Hautpflege verwendet).
  • Benzalkoniumchlorid (antiseptisches Mittel wirkt gegen Viren und Bakterien, dient oft auch als Konservierungsmittel bei Nasentropfen und -sprays).
  • Neomycin (Breitband-Antibiotikum)
  • Nickel.

„In der Regel zeigt sich die Überempfindlichkeit auf das Corticosteroid Tixocortolpivalat als Versagen oder Verschlechterung der bestehenden Dermatitis“, betonte Dr. Matiz.

Propylenglykol, Benzalkoniumchlorid und Neomycin stellen auch Top-Kontaktallergene dar, die häufig in topischen (auf der Haut anzuwenden) Medikamenten gefunden werden. In ähnlicher Weise macht sich die Lanolin-Kontaktempfindlichkeit oft durch eine gleichbleibende oder sich verschlechternde atopische Dermatitis bemerkbar. „Lanolin, auch bekannt als Wollwachs, wird häufig in Körperpflegeprodukte für Neurodermitispatienten verwendet“, sagte Dr. Matiz.

Methylchlorisothiazolinon / Methylisothiazolinon stellen Konservierungsmittel dar, die üblicherweise in Feuchttüchern, hypoallergenen und empfindlichen Hautprodukten verwendet werden. Dies war das Allergen des Jahres im Jahr 2013 in den USA und wurde deshalb aus vielen Nasswischformulierungen und Produkten entfernt.

Neben der akuten Behandlung der allergischen Kontaktdermatitis mit Kortikosteroiden, betonte Dr. Matiz, wie wichtig es sei, die häufigsten Allergene so weit wie möglich zu vermeiden.

Sie empfiehlt Allergietests, wenn sich eine Neurodermitis sich nicht nach 8 Wochen trotz der Vermeidung von Allergenen verbessert hat.

Quelle: Pediatric News, Expert Review of Clinical Immunology

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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