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16.5.2017   |   Gesundheit

Studie: Etwa 40% des BMIs sind Veranlagung

Britische Experten machen in einer aktuellen Studie darauf aufmerksam, dass etwa 40% des Gewichts eines Kindes auf Veranlagung beruhen.

Professor Peter Dolton von der Universität in Sussex (Großbritannien) und seine Kollegin Mimi Xiao analysierten die Daten von rund 100.000 Kindern aus sechs Ländern (USA, Großbritannien, China, Indonesien, Spanien und Mexiko). Dabei stellten sie fest, dass Kinder rund 20% des Body Mass Indexes (BMI) von der Mutter erben, während weitere 20% der Anlagen dafür vom Vater kommen.

Dicke Eltern erhöhen das Risiko ihrer Kinder für Übergewicht

Zudem hat das Team ermittelt, dass je übergewichtiger Eltern sind, desto höher das Risiko ist, dass auch ihre Kinder dick werden.

Adipositas kann direkte und langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit eines Kindes haben, wie ein erhöhtes Risiko für Asthma, Typ-2-Diabetes, für ein metabolisches Syndrom, Herzerkrankungen und einigen Formen von Krebs. Kinder, die fettleibig sind, haben auch eher emotionale Probleme, leiden häufig unter einem niedrigen Selbstwertgefühl und können deshalb sogar von Depressionen betroffen sein.

Elterlicher Einfluss bei übergewichtigen Kindern besonders groß

Während eine gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität wichtig sind, um ein gesundes Gewicht einzuhalten, gibt es einige Risikofaktoren für Fettleibigkeit, die nicht kontrolliert werden können, wie Genetik. Studien haben gezeigt, dass ein Kind bestimmte Gene von seinen Eltern erben kann, die ihre Anfälligkeit für eine Gewichtszunahme erhöhen.

Für ihre Studie haben Prof. Dolton und seine Kollegin die „generationenübergreifende Übertragung“ des BMI zwischen Eltern und Kind geschätzt – das heißt, in welchem Ausmaß die elterlichen Gene den BMI ihres Kindes beeinflussen.

Dafür wogen und maßen sie rund 100.000 Kindern und ihren Eltern. Das Team berechnete dann, dass die durchschnittliche generationenübergreifende Übertragung des BMI zwischen einem Elternteil und einem Kind etwa 0,2 beträgt. Mit anderen Worten rund 20% des kindlichen BMIs beruhen auf Vererbung durch den Vater und 20% durch die Mutter.

Darüber hinaus fanden die Forscher heraus, dass die generationenübergreifende Übertragung des BMI stark vom BMI der Nachkommen abhängig ist. Zum Beispiel kalkuklierten sie, dass der BMI von Kindern mit dem niedrigsten Gewicht auf 10% Erbanlage von jedem Elternteil beruhte, während der BMI von Kindern mit dem höchsten Gewicht auf fast 30% Genetik beruhte.

Prof. Dalton erklärte, dass diese Feststellung zeigt, dass Kinder von fettleibigen Eltern selbst ein größeres Risiko haben, zu viel zu wiegen „[…] Der genetische Einfluss der Eltern ist für die fettleibigsten Kinder mehr als doppelt so groß wie bei den dünnsten Kindern.

Weitergabe der BMI-Anlagen an die nächste Generation tritt länderunabhängig auf

Die Experten belegten, dass ihre Ergebnisse für alle Teilnehmer aus sechs verschiedenen Ländern galten – unabhängig von der Wirtschaft des Landes.

„Unsere Beweise beruhen auf Daten aus der ganzen Welt mit sehr unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten und abweichenden Anteilen von Fettleibigkeit in der Bevölkerung – von einer der fettleibigsten Populationen – USA – zu zwei der am wenigsten fettleibigen Länder der Welt – China und Indonesien“, kommentierte Prof. Dalton.
Alles in allem glauben die Wissenschaftler, dass ihre Ergebnisse die Bedeutung von genetischen Faktoren auf das Risiko von Fettleibigkeit hervorheben.

Quelle: MedicalNewsToday, Economics and Human Biology

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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