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18.3.2017   |   Gesundheit

Insektenstich bei Kindern: Bei entfernter Hautreaktion mitnahme eines Notfallsets ratsam

Reagiert die Haut eines Kindes nach einem Wespen- oder Bienenstich nicht nur an der Einstichstelle, sondern auch an davon entfernten Körperregionen, dann sollte der Kinder- und Jugendarzt informiert werden. Denn dies weist auf eine allergische Reaktion hin, die im Frühjahr und Sommer die Mitnahme eines Notfallsets erfordern könnte.

Insektenstich bei Kindern: Bei entfernter Hautreaktion mitnahme eines Notfallsets ratsam

„Eltern und Kinder müssen für die richtige Anwendung des Notfallsets eine Unterweisung erhalten. Sind betroffene Kinder über 16 Jahre alt oder hat sich die Insektengiftallergie durch andere körperliche Symptome bemerkbar gemacht, wie z.B. Schwindel, Übelkeit, Atemnot, kann auch nach entsprechenden Laboruntersuchungen eine Immunisierung sinnvoll sein. Eine Ausnahme sind Asthmapatienten, da die Desensibilisierung gegen Insektengift bei ihnen zu Lungenproblemen führen kann. Immundefekte oder schweren Herzerkrankungen können ebenso gegen eine solche Therapie sprechen“, erklärt Prof. Hans-Jürgen Nentwich, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von www.kinderaerzte-im-netz.de.

Voraussetzung für eine Immuntherapie ist eine gute Mitarbeit des Kindes, denn es sind viele Arztbesuche erforderlich. Für Kinder unter fünf Jahren raten Experten deshalb in den meisten Fällen von einer Desensibilisierung ab. „Die Therapie dauert zwischen drei und fünf Jahren. Dabei wird der Körper schrittweise – in der Regel mittels Injektionen – an höhere Dosen des Insektengifts gewöhnt. Nach der Behandlung muss der Patient noch etwa eine halbe Stunde beobachtet werden, damit Fachpersonal im Fall einer allergischen Reaktion schnell anwesend ist und handeln kann“, beschreibt Prof. Nentwich den Ablauf. Am Ende kann nur ein erneuter Stich eines lebendigen Insekts den Erfolg eindeutig bestätigen.

Insektengiftallergien gehört nach Nahrungsmittelallergien zu den häufigsten Allergien im Kindes- und Jugendalter. Doch haben Kinder im Vergleich zu Erwachsenen ein geringeres Risiko für einen allergischen Schock.

Quelle: Monatsschrift Kinderheilkunde, Allergy

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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