CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

28.12.2016   |   Verbraucher

Sicheres Silvester – Nur geprüftes Feuerwerk kaufen!

Zur Begrüßung des neuen Jahres werden wieder Millionen von Feuerwerkskörpern entzündet. Diese Raketen, Knallkörper oder Verbundfeuerwerke müssen, bevor sie auf den europäischen und damit auch deutschen Markt dürfen, auf ihre Sicherheit hin geprüft werden.

feuerwerk

Die Prüfung von Feuerwerk wird in Europa gemäß der Richtlinie pyrotechnische Gegenstände [2013/29/EU] durch benannte Stellen durchgeführt. Diese Stellen sind neutrale, unabhängige Organisationen, die der EU-Kommission von den jeweiligen Mitgliedstaaten benannt werden. Derzeit gibt es neben der BAM 14 benannte Stellen in Europa.

Geprüftes Feuerwerk ist gekennzeichnet mit einer Registriernummer und dem CE-Zeichen in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle, die die Qualitätssicherung beim Hersteller überwacht. Die BAM hat die europaweit gültige Kennnummer 0589.

Aber Achtung: Zusätzlich gibt es länderspezifische Regelungen für die Verwendung von Feuerwerk. Beispielsweise dürfen in Deutschland Feuerwerksprodukte der Kategorie F2, zu denen auch Silvesterraketen, Feuerwerksbatterien, Knaller oder auch Fontänen zählen, nur von Personen über 18 Jahren gekauft und verwendet werden. Außerdem dürfen Raketen der Kategorie F2 mit mehr als 20 g Knallsatz nur von Personen mit einer speziellen Erlaubnis oder einem Befähigungsschein erworben und gezündet werden.

„Die derzeitige Rechtslage zum Einkauf und Gebrauch von Feuerwerkskörpern ist für Laien nicht immer einfach zu überblicken, da sowohl EU-Recht als auch nationales Recht gelten“, sagt Dr. Christian Lohrer, Pyrotechnikexperte bei der BAM. „Um das eigene Silvesterfeuerwerk sicher in Deutschland zu verwenden und zu genießen, sollten Verbraucher daher nur geprüfte Feuerwerkskörper in Deutschland kaufen.“

Die BAM demonstrierte auf ihrer Presseveranstaltung verschiedene zugelassene Pyrotechnikartikel und erklärte, wie Feuerwerk bei der BAM geprüft wird. Bei der Prüfung wird beispielsweise untersucht, ob das vom Hersteller gelieferte Feuerwerks-Baumuster mit der technischen Zeichnung übereinstimmt, angegebene Mengenangaben stimmen und keine unzulässigen Stoffe verwendet wurden. Geprüft wird auch, ob Feuerwerkskörper den Belastungen bei Handhabung, Transport und Lagerung standhalten und ob die vorgegebenen Anforderungen zur Zeitverzögerung nach Zündung, Schallwerte und Flugrichtung sowie -höhe eingehalten werden.

Neben den zugelassenen Feuerwerksartikeln gelangen jedoch nach wie vor auch illegale Pyrotechnikartikel nach Deutschland. Vor dem Gebrauch dieses oftmals gefährlichen Feuerwerks warnt die BAM ausdrücklich.

bam1

„Aufgrund der unklaren Mischung von explosionsgefährlichen Substanzen in nicht zugelassenen Knallkörpern ist es nicht vorhersehbar, wie diese reagieren“, so Heidrun Fink, Prüfleiterin bei der BAM im Bereich Pyrotechnik. „Oft sind schwere Verletzungen oder auch die Abtrennung von Gliedmaßen die Folge.“

Die BAM rät Verbrauchern beim Kauf von Feuerwerk darauf zu achten, dass die Registriernummer und das CE-Zeichen in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle sowie eine deutsche Gebrauchsanleitung vorliegen. Parallel gilt noch für dieses Silvester die alte nationale Zulassungsnummer.

Mehr Informationen zum Thema Feuerwerk und sicherer Handhabung finden Sie hier.

 

Über die BAM

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie.
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Die BAM forscht, prüft und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen.

Quelle: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Internet: https://www.bam.de

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema

Rückruf: Listerien – Jumbo ruft abgepackte Wurst zurück

Rückruf: Listerien – Jumbo ruft abgepackte Wurst zurück

Die niederländische Supermarktkette Jumbo ruft abgepackte Wurst zurück. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden im Rahmen einer Routinekontrolle Listerien nachgewiesen. Beim..




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

netzpuppe

Bundesnetzagentur: Achtung Eltern – Besitz der Puppe „My friend Cayla“ verboten

Verkaufsverbot für Puppe „My friend Cayla“

Demnach sind die von der britischen Firma Vivid vertrieben Puppen nach Einschätzung der Bundesnetzagentur verbotene Spionagegeräte nach § 90 Telekommunikationsgesetz (TKG). Der Besitz, die Herstellung, der Vertrieb sowie die Einfuhr illegal, so die Behörde und kann sogar strafrechtlich verfolgt werden (§ 148 TKG).


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse