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15.12.2016   |   Allgemein

Oh Tannenbaum, wie schön sind deine Zecken

Es ist Winter, die Zeckenzeit liegt in weiter Ferne und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist sowieso erst ein Thema, wenn es wieder warm wird, oder? Falsch gedacht! Zecken können auch zur Weihnachtszeit aktiv sein – und FSME kommt längst nicht nur im Frühsommer vor. 

chriszeck

Die Plätzchen sind gebacken, das Haus ist geschmückt – fehlt nur noch der Christbaum für das perfekte Weihnachtsfest. Damit aber unter dem Baum neben Geschenken nicht auch Krabbeltierchen Platz finden, gilt es, ein paar Hinweise zu beachten.

Zecken sind zunehmend auch im Winter aktiv

Das ergab die aktuelle Gartenstudie der Universität Hohenheim. Demnach sind Zecken zunehmend das ganze Jahr aktiv. Dies liegt daran, dass die Spinnentiere bei Temperaturen ab sieben Grad Celsius an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen aus der Winterstarre erwachen – unabhängig von der Jahreszeit.
Zecken mögen es warm und feucht, im Winter lauern sie deshalb meist unter einer dicken Laubschicht. An milden Tagen kann es aber durchaus vorkommen, dass sich das ein oder andere Exemplar auf die Suche nach einer Blutmahlzeit macht. Wer sich also vorgenommen hat einen Weihnachtsbaum zu kaufen, sollte auf Zecken achtgeben. Sie klettern auf liegende Bäume genauso wie auf stehende in Höhen bis zu 1,50 Meter und lassen sich von dort abstreifen.  

Auch an Weihnachten auf Zecken achten

Manche Zecken können bei einem Stich gefährliche Krankheitserreger übertragen, wie zum Beispiel Borreliose-Bakterien oder das FSME-Virus. Der Stich bleibt dabei meist unbemerkt, da die Zecke mit ihrem Speichel ein Sekret absondert, das eine Entzündung verhindert und die Einstichstelle betäubt. Grund genug also, die Zecken im Weihnachtsbaum zu entfernen, bevor etwas passieren kann. Dazu ist es am besten, den Weihnachtsbaum einige Tage im Keller oder in der Garage zu lagern, bevor der Baum in die Wohnung getragen wird. Die Zecken fallen dann aus ihrer Winterstarre und krabbeln fort. Außerdem sollte der Baum einmal geschüttelt werden, um eventuelle Zecken vom Baum zu vertreiben. Hat es doch mal eine Zecke bis in die Wohnung geschafft, sollte diese schnellstmöglich mit einem Streifen Klebeband eingefangen und entsorgt werden. Im Winter erschweren wir Menschen den Zecken bereits durch unsere lange Kleidung den Zugang zu unserer warmen Haut. Trotzdem sollte nicht vergessen werden, sich nach dem Schmücken des Weihnachtsbaums nach Zecken abzusuchen. Hat sich eine Zecke am Körper festgesetzt, sollte diese schnellstmöglich mit einer Pinzette oder Zeckenkarte entfernt werden, denn Zecken können bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen. 

Ein Stich, der das Fest vermiesen kann

„Die Zecke gilt als gefährlichstes Tier Deutschlands“, sagt die Parasitologin Prof. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. Neben den Borreliose-Bakterien können auch Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Viren durch sie übertragen werden. FSME ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems. Nach zunächst grippeähnlichen Symptomen kommt es bei rund 50 Prozent der Betroffenen zu einer Entzündung der Hirnhaut, bei ca. 40 Prozent zusätzlich zur Entzündung des Gehirns. Einige tragen schwere gesundheitliche Folgen mit dauerhaften Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen oder Atemschwäche davon. FSME ist nicht ursächlich behandelbar. Sie kann schwere gesundheitliche Folgen haben und sogar lebensgefährlich sein. Borreliose hingegen kann mit Antibiotika therapiert werden.

Deshalb gilt: auch im Winter zu jeder Zeit achtsam bleiben, die Socken im Bestfall über die Hosenbeine ziehen und sich nach dem Aufenthalt in der Natur oder dem Schmücken des Weihnachtsbaums nach Zecken absuchen. Außerdem kann eine Impfung helfen, das Risiko, an FSME zu erkranken, zu minimieren. Dann kann das Weihnachtsfest unbeschwert und fröhlich seinen Lauf nehmen.

Quelle: zecken.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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