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24.11.2016   |   Produkttests

ÖKO-TEST: 15 Kindermatratzen im Test – mehr als die Hälfte „mangelhaft“ oder „ungenügend“

Auf Betreiben der EU wurden neue Sicherheitsanforderungen für Kindermatratzen entwickelt. Diese werden voraussichtlich Mitte nächsten Jahres bindend sein. ÖKO-TEST wollte wissen, ob Eltern schon heute Produkte kaufen können, die alle Kriterien der Norm erfüllen und dazu auch schadstofffrei sind. Das Ergebnis ist ein Armutszeugnis für die Hersteller: Nur zwei Modelle gehen mit „gut“ aus dem Test, drei sind noch „befriedigend“. Eine Matratze birgt sogar eine potenzielle Erstickungsgefahr.

ÖKO-TEST ungenügend 
für Paradies Baby- und Kindermatratze Maja

Kindermatratzen werden immer wieder in Zusammenhang mit dem plötzlichen Kindstod gebracht. Als Risikofaktoren gelten vor allem eine zu weiche Matratze und Schlafartikel wie Kissen. Die neue EU-Norm, die die Sicherheit von Matratzen regelt, soll dafür sorgen, dass sich Kinder im Bett nicht einklemmen, strangulieren oder Kleinteile verschlucken.

ÖKO-TEST Kindermatratzen - Schlafstätte mit Risiko

Eltern, die schon heute eine Matratze nach diesem Standard kaufen möchten, haben nicht allzu viel Auswahl. Von den 15 getesteten Produkten vergab ÖKO-TEST an mehr als die Hälfte das Testurteil „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Eine Matratze war so weich, dass hier schlimmstenfalls der Kopf eines Babys einsinken kann und Nase und Mund verschlossen werden könnten. Diese Matratze birgt eine Erstickungsgefahr.

Weitere Kritikpunkte sind, dass viele Matratzen aufgeklebte Etiketten haben. Werden diese nicht entfernt, könnten Kinder sie abknibbeln und verschlucken. Drei Hersteller versprechen, dass ihre Matratze so konstruiert sei, dass eine mögliche CO2-Rückatmung oder eine Sauerstoffmangelversorgung in Bauchlage reduziert werde. Handfeste Studien, die das beweisen, legte aber kein Anbieter vor.

Auch die Schadstoffprüfung verlief bei einigen Produkten nicht besonders erfreulich: Acht Marken enthalten das giftige Halbmetall Antimon. Darüber hinaus fand das Labor teilweise noch Schadstoffe wie Ersatzweichmacher oder halogenorganische Verbindungen.

zum Artikel bei ÖKO-TEST >

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Quelle: ÖKO-TEST
Internet: www.oekotest.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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