Flüssige Kinder-Arznei: Für geringe Mengen Einmalspritze verwenden

Einer aktuellen amerikanischen Untersuchung zufolge sollten Eltern insbesondere bei Säuglingen für flüssige Medikamente als Dosierhilfe keine Löffel, sondern spezielle Einmalspritzen aus der Apotheke verwenden.

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Häufig Dosierfehler

Löffel als Maßeinheit führen einer aktuellen amerikanischen Untersuchung zufolge bei der Dosierung von Arzneien, die Kinder bekommen sollen, häufig zu Fehlern. Messbecher sind zwar genauer, aber am besten eignen sich Einmalspritzen, wenn es um exakte kleine Mengen geht. „Insbesondere bei Säuglingen sollten Eltern für flüssige Medikamente als Dosierhilfe spezielle Einmalspritzen aus der Apotheke verwenden. Teelöffel und Esslöffel können leicht miteinander verwechselt werden, wenn Eltern den Beipackzettel überfliegen. Aufgrund des geringen Körpergewichts bei Kindern kann sich diese Ungenauigkeit deutlich auswirken“, warnt Prof. Hans-Jürgen Nentwich, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von www.kinderaerzte-im-netz.de.

Bei 9 Dosierungen unterlief in der US-Studie einem Großteil der Eltern mindestens ein Dosierfehler. Die Fehlerhäufigkeit veränderte sich in Abhängigkeit von der Dosierhilfe. Am besten konnten die Erziehungsberechtigen demnach mithilfe einer Einmalspritze die Flüssigkeit abmessen. „Um sicher zu gehen, sollten sich Eltern die vom Kinder- und Jugendarzt verordnete Menge in der Apotheke gut leserlich auf die Packung schreiben lassen“, rät der Experte.

Quelle: Pediatrics

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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