CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

26.10.2016   |   Allgemein

Neue Kinderkollektion von H&M – eine fragwürdige Kooperation des WWF

Am 29. September haben H&M und WWF eine neue Kinderkollektion vorgestellt, die auf eine umweltfreundlichere Textilindustrie abzielt. Mit ihrer Zusammenarbeit versuchen H&M und WWF Probleme wie Wasserverschmutzung und Recycling Management zu verbessern. Die Hauptprobleme der ‘fast fashion’ werden von ihnen aber nicht gelöst. H&M verfolgt nach wie vor ein Geschäftskonzept, das auf hohe Verkaufszahlen, schnelles Wachstum und Massenkonsum aufbaut und das einfach nicht nachhaltig ist. Die Kampagne für Saubere Kleidung befürchtet, dass das Unternehmen die Partnerschaft mit dem WWF als reine Marketing-Strategie nutzt, die wenig Veränderungen bringt und Konsument_innen sogar in die Irre führen kann.

schneider-1065721_960_720

Die Zusammenarbeit mit dem WWF muss auch im Rahmen von etlichen anderen Partnerschaften und Nachhaltigkeitsversprechen gesehen werden, die H&M in den letzten Jahren eingegangen ist, um sich als „nachhaltiges“ Unternehmen zu präsentieren. H&M arbeitet akribisch daran, sich als verantwortungsbewusstes Unternehmen dazustellen, ohne dabei seine Geschäftspraktiken grundlegend zu verändern. Das Unternehmen profitiert von billig produzierter Mode und dauernd steigenden Verkaufszahlen mit hoher Gewinnspanne – zu Lasten der Arbeiter_innen in seiner Lieferkette.

 

2013 stellte H&M seine „Roadmap zu einem Fair Living Wage“ (Leitplan zu einem Lohn zum Leben) vor, der vorsieht, dass bis 2018 allen Arbeiter_innen bei Hauptzulieferern ein fairer Lohn zum Leben bezahlt wird. Dieses Vorhaben wurde anfänglich von der Zivilgesellschaft zwar gelobt, doch bisher hat die Roadmap keinen Richtwert zu einem fairen Lohn zum Leben veröffentlicht. Auch H&Ms Nachhaltigkeitsbericht aus dem Jahr 2015 enthielt hierzu keinerlei Angaben. Außerdem stellte der vor kurzem veröffentlichte Bericht “When best is far from good enough“ fest, dass die Arbeitsbedingungen auch bei H&M’s Hauptzulieferern in Kambodscha schlecht sind. In keiner der untersuchten Fabriken hält H&M die eigenen Nachhaltigkeitsrichtlinien ein, weder in Bezug auf Arbeitsverträge noch in Bezug auf die Vereinigungsfreiheit und in keiner der Fabriken wird Arbeiter_innen ein Lohn zum Leben bezahlt.

Quelle: Kampagne für Saubere Kleidung
Internet: www.saubere-kleidung.de

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema

Blei und Cadmium in Modeschmuck – Kräuter überschreiten häufig Pestizid-Grenzwerte

Blei und Cadmium in Modeschmuck – Kräuter überschreiten häufig Pestizid-Grenzwerte

BVL stellt Ergebnisse der bundesweiten Überwachung von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen in 2015 vor Erneut gerieten preiswerte Modeschmuckartikel ins Visier der..




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse