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05.10.2016   |   Gesundheit - Schwangerschaft & Baby

Lippenherpes: Bei Säuglingspflege Mundschutz tragen

Lippenherpes kann für Säuglinge gefährlich werden, wenn sie sich damit anstecken. Deshalb sollten Eltern und Personen, die mit der Pflege des Säuglings betraut sind, einen Mundschutz tragen, wenn sie unter Lippenherpes leiden.

Lippenherpes: Bei Säuglingspflege Mundschutz tragen

Leiden Eltern unter Lippenherpes, sollten sie im Umgang mit ihrem Neugeborenen oder Säugling, aber auch mit immungeschwächten Kindern besonders vorsichtig sein. Ein Mundschutz und der Verzicht auf Küsse bewahren den Säugling oder gefährdete Kinder vor einer Infektion. Zudem sollten Betroffene auf besondere Hygiene achten sowie häufig ihre Hände sorgfältig waschen und desinfizieren. „Bei Neugeborenen kann das Virus schnell eine lebensbedrohliche Situation auslösen, indem es das zentrale Nervensystem, die Leber, die Lunge, die Haut und die Augen angreift. Nach einer Infektion können auch dauerhafte Hirnschäden zurückbleiben“, warnt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin und Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Entwickelt sich eine Gehirnentzündung, eine Herpes-Enzephalitis, können die Krankheitszeichen zunächst einer Grippe ähneln. Der Säugling hat eine fahle Hautfarbe, wirkt teilnahmslos oder unruhig, ist zittrig oder krampft. Auch Fieber kann auftreten. Dann ist eine rasche Behandlung mit antiviralen Medikamenten und intensivmedizinische Betreuung erforderlich.

Sind die Brustwarzen befallen, muss eine Mutter auf das Stillen verzichten. „Die Bläschen sollten Erkrankte nicht berühren. Das bedeutet auch, dass sie die Kruste nicht abkratzen dürfen. Gerät die Bläschenflüssigkeit beispielsweise in die Augen, kann dies zu einer bleibenden Hornhauttrübung und verminderten Sehkraft führen“, erklärt Dr. Niehaus. Wenn ihr Neugeborenes im ersten Lebensmonat einen Hautausschlag, Fieber oder eine Reizung der Augenlider oder in den Augen entwickelt, sollten Eltern umgehend ihren Kinder- und Jugendarzt aufsuchen.

Quelle: RKI, AAP

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

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