CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

04.10.2016   |   Ernährung - Verbraucher

Lebensmittel im Blickpunkt: Wildpilze reichern viele Schwermetalle an

Wildpilze wie Steinpilze, Pfifferlinge, Morcheln oder Schwammerln filtern natürlicherweise vermehrt Schwermetalle, insbesondere Quecksilber, aus dem Erdboden heraus, auf dem sie wachsen. Die Belastung mit Schwermetallen ist daher bei ihnen im Vergleich zu anderen Lebensmitteln hoch, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte.

pilzsaison

Bei verschiedenen bundesweit koordinierten Überwachungsprogrammen haben die Lebensmittelüberwachungsämter der Bundesländer gezielt Wildpilze auf ihren Gehalt an Blei, Cadmium, Quecksilber, Aluminium, Arsen und Nickel untersucht. So wurden im Jahr 2013 in allen 164 Proben von frischen und tiefgefrorenen Wildblätter- und Wildröhrenpilzen sowie von Wildpilzkonserven erhöhte Quecksilberkonzentrationen ermittelt. In etwa 60 Prozent der Proben lagen die Gehalte über dem gesetzlich festgelegten Höchstgehalt von 0,01 mg/kg. Die Mittelwerte bei den Untersuchungen lagen zwischen 0,103 mg/kg bei Röhrenpilzen und 2,42 mg/kg bei getrockneten Wildpilzen, während bei anderen Lebensmitteln gewöhnlich Mittelwerte von 0,002 oder 0,003 mg/kg Quecksilber gefunden wurden.

In getrockneten Pilzerzeugnissen konzentriert sich das Quecksilber durch den Trocknungsprozess. Die Quecksilberbefunde der 40 getrockneten und pulverisierten Pilzerzeugnisse lagen daher erwartungsgemäß deutlich höher als bei frischen Pilzen oder Pilzkonserven. Der höchste gemessene Quecksilbergehalt wurde mit 4,71 mg/kg in einem getrockneten, pulverisierten Steinpilzerzeugnis ermittelt. Bei frischen Pilzen wurden die höchsten Quecksilberbefunde ebenfalls bei Steinpilzen gemacht.

Die Ergebnisse bestätigen eine frühere Untersuchung von Wildpilzen aus dem Jahr 2011. Dort wurde auch die Belastung mit anderen Schwermetallen untersucht. Die untersuchten Wildpilze wiesen auch hinsichtlich der Konzentrationen an Blei, Cadmium und Aluminium eine vergleichsweise höhere Belastung auf. Die Befunde für Arsen und Nickel wurden dagegen als gering eingestuft.

Radioaktive Belastung

radiopilzeAufgrund des Reaktorunfalls von Tschernobyl 1986 bestehen für Lebensmittel aus bestimmten Drittstaaten, die von der radioaktiven Belastung besonders betroffen waren, Einfuhrbestimmungen in die EU. Diese gelten auch für Wildpilze, da ihre Kontamination mit radioaktivem Cäsium noch kaum zurückgegangen ist. Pilze, die in Süddeutschland wachsen, können, so das zuständige Bundesamt für Strahlenschutz, je nach Region und Bodenart noch radioaktiv belastet sein.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) rät vor dem Hintergrund der erhöhten Schwermetallgehalte und der möglichen radioaktiven Belastung Verbrauchern, bei regelmäßigem Verzehr pro Woche nicht mehr als 200 bis 250 Gramm Wildpilze zu essen. Kinder sollten entsprechend ihres Körpergewichts weniger essen. Gegen den gelegentlichen Verzehr auch größerer Mengen beständen dagegen keine Bedenken.

 

 

Weiterführende Links

 

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Internet: http://www.bvl.bund.de/




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

UV Warnungen und Prognosen

Aktueller UV-Index

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlen

Schädigungen der Haut durch UV Strahlung finden bereits lange vor einem Sonnenbrand statt. Dieser bzw. die Rötungen sind die extreme Schädigung und sichtbare Anzeichen einer Verbrennung durch Strahlung


Sicherer Wasserspaß

Sicherer Wasserspass

Noch Stunden nach einem Badeunfall möglich
Sekundäres Ertrinken bei Kindern

Eltern sollten Kinder nach einem Badeunfall, bei dem ihre Schützlinge möglicherweise Wasser in die Lunge bekommen haben, beobachten

Unterschätzte Gefahr

trampolin

Besser allein aufs Trampolin

Wer Kinder hat, weiß: Ein Trampolin gehört inzwischen zur Spielausrüstung im eigenen Garten . Mit der Zahl der Trampoline ist leider die Zahl der Unfälle gestiegen

Aktuelle Tests…

– Anzeige –
Buch- und Lesetipps
Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse