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16.9.2016   |   Gesundheit

So nehmen Eltern ihren Kindern die Angst vom Zahnarzt

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Tränen, Quengelei, Panik oder schlichtweg Verweigerung – Kinder drücken ihre Angst vorm Zahnarzt sehr deutlich aus. Das kann zu einer Belastungsprobe für die ganze Familie werden. Was können Eltern tun, damit es gar nicht erst so weit kommt?

So nehmen Eltern ihren Kindern die Angst vom Zahnarzt

Ob ein Kind einfach nur nervös vor dem Zahnarztbesuch ist, oder ob es wirklich unter Angstzuständen leidet, lässt sich anhand einiger Symptome leicht feststellen. Schweißausbrüche, Übelkeit, Zittern und ständiges, fast schon hysterisches Weinen, sind akute Alarmzeichen: Das Kind braucht Hilfe. Wird die Angst nicht im Kindesalter entschärft, kann sie sich bis ins Erwachsenenalter manifestieren und in weiterer Folge zu massiven Schäden am Gebiss führen. Abgesehen von den sozialen und psychischen Folgen, die durch Zahnfehlstellungen, fehlende Zähne und Mundgeruch entstehen. Grund genug, die Angst erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Aber wodurch entsteht eigentlich die Angst vorm Zahnarzt? Die Ursache liegt oft schon in der Familie begründet. Detaillierte Erzählungen von schmerzhaften Behandlungen und andere schlechte Erfahrungen mit Zahnärzten sollten nicht in Gegenwart des Kindes besprochen werden. So würde es lernen den Zahnarzt zu fürchten, ohne selbst je dort gewesen zu sein. Ein Grund für die Angst können natürlich auch eigene negative Erfahrungen sein, die das Kind beim Zahnarzt gemacht hat. Gerade bei Kindern bleiben diese eher in Erinnerung und sollten besprochen werden.

Eltern können einiges tun, um ihren Kindern einen angstfreien Umgang mit dem Zahnarzt mit ins Leben zu geben. Die richtige Wahl des Arztes spielt dabei eine sehr große Rolle. Er sollte Erfahrung mit Kindern haben, ruhig und respektvoll sein. Der Arzt muss auf die Kinder eingehen und ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Empfehlungen aus dem Freundeskreis oder vom Kinderarzt sind immer ein guter Weg die passende Person zu finden. Es hilft auch, Kinder zu Terminen der Eltern mitzunehmen, damit sie die Ordination und den Arzt kennenlernen – ohne selbst behandelt zu werden. Sobald die ersten Zähne kommen, ist es ratsam das Kind auch zu untersuchen. Wenn es dann so weit ist, sollte ein Elternteil im Behandlungszimmer mit dabei sein. So hat das Kind eine vertraute Bezugsperson in der Nähe. Der Zahnarzt erklärt dem Kind Schritt für Schritt, was er machen wird. Alle Fragen des Kindes sollten ernst genommen und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Schön reden ist sinnlos. Es können auch Zeichen vereinbart werden, beispielsweise Hand heben, wenn das Kind eine Pause braucht. Während der Behandlung kann der Elternteil sanft und beruhigend mit dem Kind reden oder es berühren. So klappt es bestimmt mit dem angstfreien Zahnarztbesuch!

 

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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