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08.8.2016   |   Freizeit und Urlaub

Eltern dürfen Kinder in der Nähe von und im Wasser nicht aus den Augen lassen

An Stränden, Seen und Teichen müssen Eltern und Betreuer besonders wachsam sein. Ertrinken gehört zu den führenden Todesursachen bei Kindern zwischen 1 und 4 Jahren. Und selbst wenn Kinder älter werden, sind sie immer noch gefährdet. Insgesamt 25 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre ertranken im Jahr 2015 in Deutschland. Ein Großteil der tödlichen Unfälle ereignete sich der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zufolge in unbewachten Seen und Flüssen.

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Für Babys unter einem 1 Jahr reicht eine Badewanne oder ein Eimer Wasser, um zu ertrinken. Kinder zwischen 1 und 4 Jahre verunglücken eher im Pool. Kinder mit 5 Jahren oder älter ertrinken häufig in natürlichen Gewässern, wie in einem Teich, im See oder Fluss.

Oft haben Eltern falsche Vorstellungen vom Ertrinken, warnen Experten:

Mythos 1:
Ertrinkende Kinder schlagen um sich und schreien

Ertrinken ist still. Es gibt in der Regel nur wenige Anzeichen dafür. Kein spritzendes Wasser, keine Wellen, kein schreiendes Kind. Leider glauben viele Eltern oder Betreuer, dass sie ihr Kind hören und sehen würden, wie es kämpft, wenn es zu ertrinken droht.

Mythos 2:
Ein paar Minuten Unaufmerksamkeit sind nicht gefährlich

Sobald ein Kind Probleme im Wasser hat, haben Eltern oder Betreuer weniger als 60 Sekunden Zeit, um zu reagieren.

Mythos 3:
Die Eltern müssen nicht auf ihre Kinder aufpassen, wenn ein Rettungsschwimmer im Dienst ist

Bademeister, Strandwache, Wasserrettungsdienst und anderes Personal können nicht ein bestimmtes Kind immer im Auge haben. Sie passen auf, dass die Pool-/Bade-Regeln eingehalten werden, lassen ihre Blicke regelmäßig über die Wasserfläche streifen und greifen ein, wenn jemand zu retten und wiederzubeleben ist.

Mythos 4:
Kinder, die Schwimmunterricht gehabt haben, können nicht ertrinken

Auch Kinder, die wissen, wie kann schwimmt, können ertrinken. Eine Untersuchung der Kinder, die in einem Pool ertrunken waren, hatte ergeben, dass fast die Hälfte der Betroffenen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren wusste, wie man schwimmt.

Eltern sollten folgende Sicherheits-Tipps beachten:

  • Kinder sollten immer beaufsichtigt werden, wenn sie im Wasser sind.
  • Kleine Kinder sollten jederzeit in Reichweite eines Erwachsenen sein. Ältere Kinder sollten immer mit einem Partner schwimmen.
  • Eltern, die sich mit anderen unterhalten, während Kinder schwimmen, sollten abwechselnd die Verantwortung einer Person übertragen, die als "Wasser-Beobachter" mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit die Kinder beobachtet.
  • Stellen Sie sicher, dass Kinder das Schwimmen lernen. Das Seepferdchenabzeichen bestätigt jedoch noch nicht sicheres Schwimmen. Dies wird erst mit dem Jugendschwimmabzeichen Bronze erreicht. Dafür muss ein Heranwachsender u.a. vom Beckenrand springen und eine 200-Meter-Strecke im Wasser in maximal 15 Minuten zurücklegen können.


Quelle: HealthDay, DLRG, Safe Kids Worldwide, safekids.org: water safety study 2016

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

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