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28.6.2016   |   Gesundheit

Kindergesundheit: Kleine Holzsplitter sicher entfernen

Hat sich ein Kind einen Holzsplitter bzw. Schiefer eingezogen, dann sollten Eltern ihre Hände und die betroffene Region mit Seife und Wasser reinigen und trocken tupfen, bevor sie das Teil zu entfernen versuchen. So können Infektionen vermieden werden.

splitter

„Wenn Sie eine Pinzette benutzen, sollten Sie deren Spitze auch zur Sicherheit desinfizieren. Dann können Sie den Splitter entgegengesetzt zur Eindringrichtung vorsichtig herausnehmen“, rät Dr. Monika Niehaus, Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Bei einem kleinen Splitter kann eine Lupe hilfreich sein. Wenn der Splitter nicht aus der Haut herausragt, können Vater oder Mutter mit einer feinen Nadel die Haut freilegen, um den Fremdkörper zu entfernen. Auch die Nadelspitze sollte gereinigt und desinfiziert sein. Nach dem „kleinen Eingriff“ wird die Wunde wieder gesäubert, mit Vaseline eingecremt und mit Pflaster versorgt.

„Wenn sich die Region um die Eintrittsstelle rötet, die Schmerzen schlimmer werden oder sich Eiter bildet, sollte das Kind in der Praxis vorgestellt werden; ebenso wenn es nicht gelingt, den kleinen Fremdkörper zu entfernen“, empfiehlt Dr. Niehaus. In der Praxis kann auch überprüft werden, ob das Kind einen ausreichenden Impfschutz gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) besitzt und ob dieser evtl. aufgefrischt werden muss.

Größere Teile oder Gegenstände mit Widerhaken, wie z.B. Angelhaken, Glasscherben oder Metallstücke sollten Eltern bei ihrem Kind auf keinen Fall eigenständig entfernen. Denn solange der Fremdkörper in der Wunde bleibt, blutet diese in der Regel kaum oder nur wenig. Gegenstände, die in den Rumpf, in den Hals oder in den Kopf eindringen, können sogar lebensgefährlich sein. Hier sollten Angehörige rasch den Notarzt rufen.

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

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