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21.6.2016   |   Verbraucher

Brautkleid – Schnäppchen aus dem Internet oft mit Risiko verbunden

Die Hochzeitssaison hat begonnen und immer mehr Frauen bestellen ihr Brautkleid im Internet. Schon ab etwa 80 Euro lässt sich online traumhafte Brautmode kaufen. Doch das vermeintliche Schnäppchen kann schnell zum Ärgernis werden, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg.

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„Immer wieder melden sich Frauen bei uns, die bestellte Brautkleider zurücksenden mussten, weil sie nicht passten oder schlecht verarbeitet waren“, berichtet Thomas Laske von der Verbraucherzentrale Hamburg. Doch nach der Rücksendung ihrer Ware warteten viele der Betroffenen vergeblich auf ein neues Kleid oder die Rückzahlung ihres Geldes. Laske erklärt warum: „Die meisten Online-Shops, die günstige Brautmode im Netz anbieten, haben ihren Firmensitz nicht in der Europäischen Union, sondern in Ländern wie China und dort gibt es kein 14-tägiges Widerrufsrecht. Nicht-EU-Firmen handeln nach den in ihren Ländern gültigen Gesetzen.“ Die Nachfragen deutscher Kundinnen liefen daher in der Regel ins Leere, E-Mails würden nicht beantwortet und über die Service-Hotlines sei niemand erreichbar.

Meist lässt sich zunächst nicht erkennen, dass es sich beim Brautkleid-Versand um einen im Ausland ansässigen Shop handelt. Die Texte sind in fehlerfreiem Deutsch verfasst und die Gestaltung der Portale macht einen seriösen Eindruck. „Um sich unnötigen Ärger zu ersparen, sollte vor dem Kauf eines Brautkleides daher immer ein sehr genauer Blick auf die Website geworfen werden“, empfiehlt Laske. Ein K.o.-Kriterium sei zum Beispiel ein fehlendes Impressum, das alle Händler nach europäischem Recht ausweisen müssen. „Ohne Impressum ist es schwierig, die Firma überhaupt ausfindig zu machen.“ Auch wenn ausschließlich per Vorkasse oder mit Kreditkarte gezahlt werden kann, sollten Verbraucherinnen vorsichtig sein. Sei das Geld erst einmal abgebucht, könne es nur schwer wieder zurückgeholt werden.

„80 Euro für ein schickes Brautkleid klingt verlockend. Doch der günstige Preis geht einher mit einem hohen Risiko“, warnt Laske. „Im schlimmsten Fall steht man nach wochenlangem Warten ohne Kleid da, sieht sein Geld nie wieder und muss die Hochzeitsgarderobe noch auf den letzten Drücker kaufen.“

Die Verbraucherzentrale Hamburg berät bei Problemen mit Online-Händlern – dienstags, 10 – 14 Uhr und donnerstags, 10 – 16 Uhr, ohne Voranmeldung in ihrem Infozentrum an der Kirchenallee 22 in Hamburg St. Georg.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg
Internet: www.vzhh.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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