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08.6.2016   |   Gesundheit

Vitamin-D-Mangel bei Kindern und Jugendlichen kann Gesundheit negativ beeinflussen

Studien zeigen, dass Kinder und Jugendliche, die an einem Diabetes Typ 1 erkrankten, zuvor deutlich erniedrigte Vitamin-D-Spiegel aufwiesen. „Neben dem Einwirken auf das Knochenwachstum und die Kalkdichte im Knochen spielt Vitamin D offenbar auch eine wichtige Rolle bei der körpereigenen Insulinproduktion und der Insulinempfindlichkeit der Zellen. Darüber hinaus beeinflusst es das Immunsystem.

Vitamin-D-Mangel bei Kindern und Jugendlichen kann Gesundheit negativ beeinflussen

Kinder und Jugendliche in Deutschland gelten aufgrund ihres wachstumsbedingten vermehrten Vitamin-D-Bedarfes ohnehin als Risikogruppen für Vitamin-D-Mangel. Kinder und Jugendliche mit ausgeprägtem Vitamin-D-Mangel haben demnach ein vierfach erhöhtes Risiko, einen Diabetes Typ 1 zu entwickeln, im Vergleich zu Kindern mit ausreichenden Vitamin-D-Spiegeln“, erläutert Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) bei www.kinderaerzte-im-netz.de.

Schätzungsweise über 62% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben zu geringe Vitamin-D-Spiegel. Vitamin D nimmt der Körper nur zu etwa 10% Prozent mit der Nahrung auf (z.B. über fetten Fisch wie Lachs und Thunfisch). Etwa 90% des Bedarfs muss der Körper selbst mithilfe von Sonnenstrahlen (UVB-Strahlen) in der Haut produzieren. In Deutschland ist dies jedoch nur im Sommerhalbjahr möglich.

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„Bei unzureichender Sonnenlichtexposition wird ab dem 2. Lebensjahr bei der derzeitig üblichen Ernährung für die Dauer des gesamten Kindes- und Jugendalters eine zusätzliche tägliche Zufuhr von 400 IE/Tag Vitamin D in Form von Supplementen angeraten“, verweist Fegeler auf Empfehlungen von Ernährungswissenschaftlern. „Durch eine Untersuchung des Blutes kann der Kinder- und Jugendarzt feststellen, ob ein Vitamin-D-Mangel vorliegt“. Diese Maßnahme wird aber nur in Ausnahmefällen, z.B. wenn Anzeichen einer Rachitis (Knochenerweichung) vorliegen, von den Gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Bei Bedarf kann der Kinder- und Jugendarzt die Zufuhr von Vitamin D, z.B. in Form von Tropfen, verordnen.

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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