Pubertät: Jungen sollten ihre Hoden regelmäßig untersuchen

Etwa einmal pro Woche sollten männliche Teenager ab der Pubertät ihre Hoden untersuchen. In diesem Alter können sich u.a. Hodentumore entwickeln, die frühzeitig behandelt, geheilt werden können.

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Insbesondere betrifft dies auch Jungen, die in der Vorgeschichte einen behandelten Hodenhochstand hatten. Bestand dieser bereits bei Geburt, sind die Hoden entartungsgefährdeter. „Heranwachsende sollten jeden Hoden vorsichtig mit beiden Händen abtasten. Die Hoden sollten sich glatt anfühlen – ohne Verhärtungen und Erhebungen. Auch auf Adern, die sich stark abzeichnen, sogenannte Krampfadern bzw. Varikozelen, sollte ein Teenager achten. Beobachtet er solchen Veränderungen, sollte er seinen Jugendarzt konsultieren“, erklärt Dr. med. Bernhard J.M. Stier, Beauftragter für Jungenmedizin beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Eine Krampfader kann beispielsweise Anzeichen für einen behinderten Blutfluss sein, der zu einer Überwärmung des Hodens und damit zu einer Störung der Zeugungsfähigkeit führen kann.

Die Vorsorgeuntersuchung J1 mit 12 bis 14 Jahren bietet eine gute Gelegenheit, sich vom Jugendarzt die Technik des Abtastens erläutern zu lassen. Mittlerweile wird von vielen Kassen auch die J2 im Alter von 16 bis 17 Jahren erstattet. „Eltern sollten ihren Jugendlichen Gelegenheit geben, auch alleine mit dem Jugendarzt zu sprechen, um bei Bedarf heikle oder unangenehme Themen klären zu können – in dem Wissen, dass es eine ärztliche Schweigepflicht gibt“, rät Dr. Stier. Hier können junge Menschen lernen, selbst Fragen zu ihrer Gesundheit zu stellen und Verantwortung dafür zu übernehmen, um ihnen den Übergang zur Erwachsenenmedizin zu erleichtern.

Weitere Informationen:

„Achte auf deine Nüsse“ (Informationen für Jungen zur Selbstuntersuchung)

„Oh Mann, oh Mann 🙁 „. (Informationen für Jungen und ihre Eltern, um die Intaktheit des Penis zu bewahren und Krankheiten vorzubeugen).

„Offen gestanden…“ Das männliche Genitale. Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte für die (Vorsorge-) Untersuchung und Beratung …

Quelle: Monatsschrift Kinderheilkunde

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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