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30.3.2016   |   Familie & Erziehung

Kinderfotos – Wenn die Kleinen selbst zum Fotografen werden

Eltern knipsen oft, was das Zeug hält. Jeder Moment soll festgehalten und auf einem Foto verewigt werden – möglich macht das die moderne Technik. Smartphone oder Digitalkamera sind immer griffbereit und ein Schnappschuss innerhalb weniger Sekunden gemacht. Meist besitzen die Geräte sogar einen Schnellauslöser, sodass man sofort loslegen kann, ohne auf das Hochfahren des Geräts warten zu müssen. Wesentlich seltener stammen die Bilder hingegen vom Kind selbst. Doch warum eigentlich nicht? Schließlich erzählen Bilder aus der Kinderperspektive eine Geschichte, zeigen die Welt aus dem Blickwinkel der Kleinen und eröffnen witzige, spannende und ergreifende Perspektivwechsel. Die erzählerische Struktur wirkt vor allem in einem selbst gestalteten Fotoalbum gut; in diesem können die Fotos außerdem geschützt aufbewahrt werden. Die Erstellung eines solchen Albums ist hier unkompliziert möglich.

Kinderfotos – Wenn die Kleinen selbst zum Fotografen werden

Fotografieren will gelernt sein

Fotografieren ist keine Zauberei. Trotzdem sollten Kinder vor der Benutzung einer Kamera den richtigen Umgang damit gelernt haben. Dabei sollten grundlegende Fragen hinsichtlich Funktion und Zweck eines Fotoapparats geklärt werden: Was ist eine Linse? Wo muss man durchgucken? Wie betätigt man den Abzug? Besonders bei jüngeren Kindern sollten noch solch allgemeine Fragen beantwortet werden. Ältere Kinder können bereits mit anspruchsvolleren Fragen konfrontiert werden. Fotografieren will gelernt seinDazu zählt beispielsweise, was eine Perspektive ist und was ein gutes Motiv ausmacht – schließlich können auch dabei viele Fehler unterlaufen. Fotografieren Kinder, dann knipsen sie meist spontan, was ihnen gefällt, ohne auf Beleuchtung, Distanz und Perspektive zu achten. Oft weiß der Betrachter dann nicht, was er eigentlich sieht. Kinder sollten daher spielerisch lernen, ihren Blick für gute Motive zu schärfen. Dazu sollten sie ermutig werden zu experimentieren, sich beispielsweise auf den Boden zu legen, nahe an das Motiv heranzugehen oder ihren Blickwinkel zu wechseln. Dadurch erhalten sie ein Gespür dafür, welche Motive und Perspektiven ihnen gefallen und welche sie nicht mögen.

Mit der Kamera lernen

Eine Kamera eignet sich auch gut, um damit spielerisch die Welt zu erkunden. Es gibt viele interessante und lehrreiche Motive im Haus oder in der Natur zu finden, mit denen sich das Kind bisher vielleicht nicht beschäftigt hat. Möglich ist beispielsweise das Sammeln von Buchstaben. Ausgerüstet mit einer Kamera, können so einzelne Buchstaben des Namens gesammelt oder das Alphabet nach und nach abfotografiert werden. Dafür müssen die Kinder ihre Augen offen halten und in ihrer Umgebung nach Buchstaben suchen, die Perspektive anpassen oder heranzoomen, um einzelne Buchstaben aus längeren Schriftzügen abzufotografieren. Gleiches kann mit bestimmten Farben oder Tieren gemacht werden. Je nach Motiv lernt das Kind dabei etwas – über das Alphabet, die Umwelt oder einen anderen Aspekt. Die daraus entstandenen Bilder können anschließend im Fotoalbum landen oder aber auch als Memory-Spiel genutzt werden, wenn genug ähnliche Motive gesammelt wurden. 

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

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