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09.12.2015   |   Gesundheit - Schwangerschaft & Baby

Mediziner warnen vor unzureichender Vitamin K-Prophylaxe bei Neugeborenen

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt für die lebensrettende Vitamin K-Prophylaxe bei Neugeborenen die 3malige Gabe von 2 mg Vitamin K-Tropfen bei den ersten drei Früherkennungsuntersuchungen (U1 am 1. Lebenstag, U2 am 3. – 10. Lebenstag und U3 in der 4. – 6. Lebenswoche)

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Das DGKJ-Expertengremium warnt dringend vor alternativen Schemata wie z.B. einer niedrigdosierten, täglichen Vitamin-K-Gabe, da Erfahrungen aus den Niederlanden eine unzureichende Wirksamkeit mit gehäuften Hirnblutungen bei Säuglingen zeigten

Jüngst berichtete die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft über einen sechs Wochen alten Jugen, der nach einer unzureichenden Vitamin-K-Prophylaxe eine schwere Hirnblutung erlitten hatte. [1] Die AkdÄ rät zur Prophylaxe entsprechend den derzeit gültigen Empfehlungen der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin.

Prof. Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der DGKJ-Ernährungskommission, warnt: „Wenn trotz der eindeutigen Datenlage und den klaren Richtlinien weiterhin die tägliche Gabe niedrigdosierter Vitamin K-Tropfen empfohlen wird, ist das ein unverantwortlicher Kunstfehler zum Schaden der Kinder!“

Referenz:
Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ): Bührer C, Genzel-Boroviczény O, Jochum F, Kauth T, Kersting M, Koletzko B, Mihatsch WA, Przyrembel H, Reinehr T, Zimmer KP. Vitamin-K-Prophylaxe bei Neugeborenen. Ergänzung zu den Empfehlungen der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). Monatsschr Kinderheilkd 2014; 162:62-63.

[1] Hirnblutung bei einem Säugling nach unzureichender Vitamin-K-Prophylaxe (Aus der UAW-Datenbank). Deutsches Ärzteblatt, Jg. 112, Heft 41, 09.10.2015

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
Internet: www.dgkj2015.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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