CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

10.11.2015   |   Gesundheit

Burnout bei Eltern von Kindern mit Diabetes

Ob Medikamente einnehmen, Blutzucker messen oder Insulin spritzen: Diabetes Typ 1 ist eine chronische Erkrankung, die jeden Tag Aufmerksamkeit braucht – 365 Tage im Jahr. Gerade für Eltern, die sich um ihr an Diabetes Typ 1 erkranktes Kind kümmern, stellen sich große Herausforderungen, das Diabetesmanagement in den Familienalltag zu integrieren. Deshalb sind nicht nur die jungen Patienten selbst, sondern ebenso deren Angehörige häufig erschöpft. Wie sie lernen können, besser damit umzugehen, erklärt Dr. med. Dörte Hilgard Kinderdiabetologin vom Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke.

diaburn

Therapietreue steht im Mittelpunkt der täglichen Diabetes-Behandlung. Die Herausforderung, das Diabetesmanagement täglich gemeinsam zu bewältigen, kann das Familienleben mitunter stark belasten. Nicht nur die Patienten, sondern auch die Angehörigen, die sich um die erkrankten Kinder kümmern, fühlen sich oftmals überfordert. Wenn die Diabetestherapie zum Mittelpunkt des Familienlebens wird, bleibt neben beruflichem und privatem Stress weniger Raum füreinander. Kommen schlechte Blutzuckerwerte und Unterzuckerungen hinzu, bestimmen Konflikte oft den Alltag.

Die betroffene Kinder selbst, aber auch deren Eltern und Geschwister nehmen dann die Erkrankung immer mehr als Störfaktor wahr. Häufig fühlen sie sich gestresst und frustriert. Am Ende des Tages bleibt das Gefühl, dass der Diabetes den Tagesablauf dominiert.

Wenn Konflikte das Familienleben bestimmen oder zunehmend negative Gedanken und Stimmungen den Alltag prägen, muss das ernst genommen werden, rät die Kinderdiabetologin. Denn empfindet eine Familie das Diabetesmanagement mehr und mehr als Last und vernachlässigt die Therapie, können das erste Anzeichen eines Burnouts sein. Blutzuckerwerte messen, die Ernährung im Blick behalten und das Insulinspritzen kosten mehr Energie als zuvor. Wenn die jungen Patienten ihr Insulin dann zum Beispiel nicht mehr in regelmäßigen Abständen spritzen, ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem es für sie und ihre Gesundheit gefährlich wird.

Um dieser Belastungs-Spirale zu entkommen, sollten sich Betroffene an ihr Diabetesbehandlungsteam wenden. Gemeinsam mit den Patienten und ihren Familien werden Lösungsmöglichkeiten erarbeitet, die – oft in kleinen Schritten – die Belastungen verringern. Hierbei sollte es darum gehen, Patienten und Angehörige zu schulen, sie in ihren Kompetenzen zu stärken, gemeinsam Stressfaktoren zu senken und Lösungen zu finden.

Quelle: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
Weitere Informationen auf www.diabetesde.org

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema

3,2 Cent am Tag – Wichtiger Hinweis in eigener Sache

3,2 Cent am Tag – Wichtiger Hinweis in eigener Sache

  Liebe CleanKids Leserinnen und Leser… CleanKids ist dringend auf Eure Unterstützung angewiesen! Leider sind in diesem Jahr wieder weniger freiwillige Onlineabos..




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse