Rückruf: RASFF warnt vor Listerien in Rohmilchkäse aus Frankreich

Das europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (Rapid Alert System for Food and Feed, RASFF) warnt aktuell (Notification details – 2015.1178) vor Listerien (Listeria monocytogenes – 4900 CFU/g) in Rohmilchkäse aus Frankreich

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Es könnte sich dabei um Käse Neufchâtel der Fromagerie du pays de Bray handeln. Derzeit läuft ein großer Rückruf dieser in Herzform angebotenen Käse mit der Lotnummer 070715FP5 und dem Verbrauchsdatum 05/09/2015 (bereits abgelaufen). Die Veterinärkontrollnummer ist FR 76.462.001 CE – Spekulation der Redaktion 🙂 

Im Sinne der Unternehmen werden in der aktuellen Meldung aus Frankreich leider weder Produktnamen noch Hersteller oder Importeure genannt. Die Warnung wurde durch Eigenkontrollen des Handelsunternehmens veranlasst

Wir empfehlen daher, seid vorsichtig, wenn ihr Rohmilchkäse aus Frankreich gekauft habt!

Der Meldung zufolge, stammt das Produkt aus Frankreich und wurde nach Deutschland und Italien geliefert

ACHTUNG!
Verbraucherinnen und Verbraucher, die eines oder mehrere dieser Produkte erworben haben, sollten unbedingt auf den Konsum verzichten

Infobox Listerien

Listerien können neben Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall nach dem Verzehr betroffener Lebensmittel auch nach längerer Inkubationszeit (z.T. über 3 Wochen) Symptome ähnlich eines grippalen Infekts auslösen. Hierbei ist insbesondere die Gesundheit von Schwangeren, kleineren Kindern und Immungeschwächten gefährdet. Sollten oben genannte Symptome auftreten, suchen Sie umgehend Ihrem Hausarzt auf.

Eine Listeriose verläuft bei gesunden Menschen meist harmlos oder wird sogar kaum bemerkt. Werden besonders viele Erreger aufgenommen, kann es zu Fieber und Durchfällen kommen. Kleinkinder oder Menschen mit geschwächter Immunabwehr, wie frisch Operierte, Aids- oder Krebspatienten und Diabetiker können schwer erkranken.

Der Ausbruch der Erkrankung kann bis zu acht Wochen nach Aufnahme der Bakterien erfolgen. Listerien können Sepsen („Blutvergiftungen“) oder Meningitiden (Hirnhautentzündungen) verursachen, die mit Antibiotika behandelt werden können, aber dennoch in 30 Prozent der Fälle zum Tode führen.

Besonders bei Schwangeren ist eine Listeriose sehr gefährlich, da sie fatale Folgen für das ungeborene Kind haben kann. Es kann zu Frühgeburt, schweren Schädigungen oder sogar zum Absterben des Fötus kommen. Die Schwangere hingegen bemerkt die Erkrankung oft nicht einmal.


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Schutz vor Infektionen mit Listerien

 Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

Verbraucherinformation könnte besser sein
* Die Bewertung bezieht sich auf die Information des Unternehmens zu dieser Meldung 

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