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06.9.2015   |   Ernährung

Nach Todesfall: BfR warnt vor Verzehr von bitteren Zucchini und Kürbis

Nachdem Ende August ein 79 jähriger Mann aus Baden-Württemberg an einer Vergiftung durch Zucchini zu Tode kam, warnt nun das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Auch einige Bundesländer warnen vor dem Verzehr von bitteren Zucchini und Kürbissen, nachdem vermehrt Vergiftungsfälle gemeldet wurden.

zucchi

Verantwortlich dafür sind Bitterstoffe die Cucurbitacine, die hauptsächlich in der Familie der Kürbisgewächse und Braunwurzgewächse vorkommen. Diese sind kaum wasserlöslich, daher bleibt der Gehalt beim Kochen erhalten. Umweltstress, also Hitze, Temperaturschwankung, Feucht-Trocken-Schwankung, Pilzinfektion feuchter Pflanzen, sowie Überreife und falsche Lagerung kann neben Rückkreuzung zu erhöhtem Gehalt an Cucurbitacinen in Kürbis, Zucchini, Melone und Gurke führen.

Eine besondere Vergiftungsgefahr geht von Zier- und Wildkürbissen aus. Durch Rückmutationen oder unkontrollierte Rückkreuzung kultivierter Kürbisse, vereinzelt auch von Garten-Zucchinis, mit Wildkürbissen können die Cucurbitacine auch schwere, in seltenen Fällen tödlich verlaufende Lebensmittelvergiftungen verursachen.

Wenn ihr Zucchini, Kürbis oder Gurken mit bitterem Geschmack habt, Finger weg!!!

Was tun bei Vergiftungen?

Die häufigsten Vergiftungerscheinungen sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Erregungszustände, Halluzinationen, Verwirrtheitszustände, Beschleunigung oder Verlangsamung des Pulses, Blässe, gerötete Haut, Hitzegefühl, Schock, Bewusstseinstrübung bis Bewusstlosigkeit , Atemnot bis Atemstillstand oder Herz-Kreislaufstillstand

Was tun im Ernstfall?


Weitere Informationen

Quellen: 
Bundesinstitut für Risikobewertung
Wikipedia

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

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