Rückruf: Schweizer Behörde warnt vor Salmonellen in Bayonne Schinken von Aoste

Wie das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) Lebensmittelsicherheit mitteilt wurden Salmonellen in „Jambon de Bayonne“ der Marke „Aoste“ festgestellt. Verkauft wurde der abgepackte Schinken in der Schweiz bei Migros Vaud, Aligro und LeShop

Bereits am 11.Juni 2015 hatte die französische Société AOSTE SNC ruft „Jambon de Bayonne Fines et Fondantes“  zurückgerufen (Link >>)

Der abgepackte Schinken Jambon de Bayonne Aoste enthält Salmonellen. Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden, so das BLV in einer Mitteilung und empfiehlt, den Schinken nicht zu konsumieren. Das Produkt wurde sofort vom Markt genommen.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) wurde durch das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel der EU über das Vorhandensein von Salmonellen im Produkt Jambon de Bayonne Aoste informiert. Die Rücknahme des betroffenen Produktes aus den Verkaufsregalen wurde umgehend veranlasst.

blv-aoste

Betroffen ist folgendes Produkt:

Jambon de Bayonne Aoste

Lot: 2695313
Mindesthaltbarkeitsdatum: 18/08/2015
Packungen à 320g

Lot: 2650087
Mindesthaltbarkeitsdatum: 23/07/2015
Packungen à 320g

Lot: 2650149
Mindesthaltberkeitsdatum: 08/07/2015
Packungen à 120g

Verkauft bei: Migros Vaud ,Aligro und LeShop

Betroffene Artikel können gegen Kaufpreiserstattung in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgegeben werden

ACHTUNG!
Vom Verzehr der Produkte aus der angegebenen Produktchargen wird dringend abgeraten. Sollten sich nach dem Verzehr untenstehende Symptome zeigen, suchen sie unverzüglich ihren Hausarzt auf

Die Endverbraucher werden aufgefordert, die betroffenen Produkte an ihr Geschäft zurückzugeben bzw. zu vernichten.

Der Verzehr des mit Salmonella-Bakterien belasteten Käse kann Unwohlsein, Durchfall, evtl. Erbrechen, und Fieber auslösen. Verbraucher müssten in diesem Fall einen Arzt aufsuchen, und sofort auf Verdacht auf Salmonella hinweisen. Die Inkubationszeit nach Verzehr beträgt i.d.R. 48 Stunden, selten bis zu 3 Tage. Diese Symptome können bei Kleinkindern, immungeschwächten und älteren Menschen verstärkt auftreten.

Salmonellose

Eine Salmonellose oder auch Salmonellenenteritis ist eine von Salmonellen (Bakterien) verursachte infektiöse Gastroenteritis, die aufgrund mangelnder Hygienemaßnahmen, durch den Genuss verseuchten Trinkwassers bzw. den Verzehr infektiöser Lebensmittel hervorgerufen wird und daher auch als Lebensmittelinfektion bezeichnet werden kann.

Es sind an die 2600 verschiedene Salmonella-Serotypen bekannt. Im April 2004 wurde die Unterart Salmonella choleraesuis entdeckt, die gegen die meisten bisher verfügbaren Antibiotika resistent ist. Eine Infektion mit diesem sehr virulenten Erreger kann tödlich verlaufen.

Die Symptome einer Salmonelleninfektion im engeren Sinn sind Erbrechen und Durchfall. Diese können wenige Stunden bis drei (maximal sieben) Tage nach dem Verzehr des befallenen Lebensmittels auftauchen. Die mittlere Inkubationszeit beträgt 20–24 Stunden. Die Erkrankungsdauer beträgt in der Regel nur wenige Stunden oder Tage (in Ausnahmefällen auch mehrere Monate). In diesen unkomplizierten Fällen erfolgt keine antibiotische Behandlung – einerseits um die weitere Entwicklung multiresistenter Stämme zu verhindern, andererseits da dadurch die Bakterienausscheidung verlängert werden kann.

Bei bis zu 5 % der Infizierten verläuft die Erkrankung zusätzlich systemisch mit einem schweren Erkrankungsbild: Fieber zwischen 38 und 39 °C, massive Flüssigkeitsverluste und rasche Gewichtsabnahme, so dass die Notwendigkeit einer Krankenhauseinweisung besteht. Gefährdet sind hier vor allem Kinder, ältere und immungeschwächte Personen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Salmonellose aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 

Da viele Verbraucher die in Grenznähe leben, auch dort einkaufen, bitten wir um Beachtung!

 Bild: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)

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