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10.6.2015   |   Freizeit und Urlaub

Reiseübelkeit bei Kindern: Widersprüchliche Sinnesreize verringern

Um Reiseübelkeit vorzubeugen, sollte ein Kind während einer Autofahrt widersprüchliche Sinnesreize verringern, d.h. kein Buch lesen, keinen Film anschauen bzw. keinen Gameboy oder Ähnliches nutzen. Besser ist es, den Blick nach draußen auf weiter entfernt liegende Dinge zu richten.

autoreise

„Reiseübelkeit entsteht, wenn das Gehirn widersprüchliche Informationen empfängt, z.B. weil das Innenohr Bewegung registriert, während die Augen und die Nerven des Körpers Stillstand signalisieren“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Kinder zwischen zwei und 12 Jahren sind besonders von der Reiseübelkeit betroffen. Darüber hinaus scheint das Gleichgewichtsorgan bzw. vestibuläre System bei Kindern noch nicht voll entwickelt zu sein. Doch warum manche Kinder darunter leiden und andere wieder nicht, ist nicht geklärt. Auch Erwachsene mit einem gesunden Gleichgewichtsorgan können Reiseübelkeit bekommen. Die Schwelle dafür ist individuell sehr unterschiedlich.

Damit sich das Kind möglichst nicht erbrechen muss, sollte es kurz vor und bei Bedarf während der Fahrt nur leichte Mahlzeiten zu sich nehmen – am besten nicht fett und auch nicht scharf. Frische Luft während der Fahrt kann ebenso helfen. „Sobald ihrem Kind übel wird, halten Sie das Auto am besten an, damit das Kind draußen ein paar Schritte gehen kann oder sich mit geschlossenen Augen ruhig hinlegen kann. Ein kühles Tuch auf der Stirn kann zusätzlich lindernd wirken. „Nur im Ausnahmefall wird der Kinder- und Jugendarzt für Kinder ab zwei Jahren ein Medikament gegen die Übelkeit empfehlen“, so Dr. Fegeler.

In anderen Transportmitteln als dem Auto sollten sich betroffene Kinder dort aufhalten, wo die Bewegung am wenigsten zu spüren ist, d.h. im Bus vorn, auf dem Schiff in der Mitte nahe dem Wasserspiegel, im Zug möglichst in einem vorderen Wagon an einem Fenster in einem nach vorne gerichteten Sitz und im Flugzeug im Bereich der Tragflächen. Auch hier gilt es, widersprüchliche Sinneseindrücke zu vermeiden.

Quellen: Eur J Pediatr, Pharmacology, Mayo Clinic

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

 

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

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