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11.5.2015   |   Verbraucher

Chemiecocktail in Lebensmitteln – APP „Essen ohne Chemie“ schafft Durchblick

appeocTagtäglich laufen Meldungen über das europäische Schnellwarnsystem RASFF (Rapid Alert System for Food and Feed) von denen Verbraucher nie etwas erfahren. Ob Quecksilber in Fisch oder Pestizide in Obst und Gemüse, der Chemiecocktail ist groß. Viele der enthaltenen Stoffe sind noch nicht einmal reguliert.

Mit der APP „Essen ohne Chemie“ (für Android & iOS) kann jeder und jede endlich unerwünschte Rückstände und Schadstoffe in Lebensmitteln vermeiden, bzw eine Art Risikoanalyse erstellen.  Eine APP, die den VerbraucherInnen Handlungsfähigkeit und Kontrolle zurückgibt und staatliches Versagen ausgleicht.

Die APP ist einfach zu nutzen: Es gibt eine Ampelbewertung, die je nach Belastung der Lebensmittel nach Produktionsland entweder mit „Rot“, „Gelb“ oder „Grün“ ausfällt.  Zugrunde liegt aber ein ausgefeiltes Bewertungssystem, welches Risiken berücksichtigt, die die staatliche Bewertung ignoriert.


Es gibt zwei Versionen

Eine Basis Version für den/die Verbraucherin. Diese enthält die Bewertung von Lebensmitteln nach Herkunft und mehr als 50 nützliche Tipps, um Chemikalien in Lebensmitteln im Haushalt vermeiden.

In einer Plus Version gibt es zusätzlich auch die fast kompletten Rückstandslisten für jedes Lebensmittel und Profile für alle Schadstoffe. Diese Version ist eher für Fachleute und Journalisten gedacht.

Die Daten für die APPs basieren auf der Auswertung der Daten der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Die APP bewertet Rückstände von Schwermetallen, Dioxinen, Weichmachern, Tierarzneimitteln, Flammschutzmitteln, Pestiziden uvm. und generiert daraus eine verbraucherfreundliche Bewertung nach Herkunft. (Ähnlich dem Greenpeace Ratgeber 2012 "Essen ohne Pestizide" - der auf den Auswertungen des Autors der APP „Essen ohne Chemie“ basierte.)

Diese Art der Datenzusammenführung ist bisher einzigartig - über 17 Millionen Datensätze der amtlichen Lebensmittelüberwachung (auf über 1400 Chemikalien) ausgewertet. Dafür musste allerdings erst Klage gegen das BVL geführt werden. Weitere Auswertungen sind in Vorbereitung. 

Anteil belasteter Proben

Zur APP gehört auch ein Blog. Der Blog beschäftigt sich mit Rückständen/Schadstoffen in Lebensmitteln und dem staatlichen Versagen beim Verbraucherschutz. Jede Woche es soll dort etwas Neues geben. Jeder Artikel wird fundiert recherchiert und selbst geschrieben werden (außer Gastbeiträge).

Die APP ist für Android und iOS verfügbar. Die Basisversion kostet €2,99 und die Plus Version €4,99.

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Bilder: Lars Neumeister

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