CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

31.3.2015   |   Verbraucherinformationen

Verbraucherinformation: Tropanalkaloid in Hirse-Honig-Poppies aus Deutschland

Nach dem erneuten Rückruf bei Alnatura wegen Tropanalkaloid in einem Hirseprodukt meldet das europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (Rapid Alert System for Food and Feed, RASFF) ein weiteres Hirseprodukt. Es handelt sich um Hirse-Honig-Poppies (millet honey poppies from Germany) aus Deutschland. Der RASFF-Meldung mit der Nummer 2015.0387 zufolge wurden in diesem Produkt Atropin (26 µg/kg – ppb) und Scopolamin (11 µg/kg – ppb) nachgewiesen.

Tropanalkaloide

Das RASFF System ist eigentlich ein Informationssystem für Behörden, um Warnungen und Mitteilungen an andere Mitgliedsstaaten schnell weiterleiten zu können. Über die dortigen Koordinationsstellen findet dann bei Bedarf eine Information der Öffentlichkeit statt.

Leider können wir hier weder das Produkt noch den Namen des betroffenen Unternehmens nennen, da diese im RASFF-System nicht genannt werden. Verbraucher erfahren dadurch, wenn überhaupt – erst mit Verzögerung von diesen Meldungen. Der Schutz wirtschaftlicher Interessen scheint hier höher angesiedelt zu sein, als der von Endverbrauchern

Hier also nochmals der Hinweis
Wenn ihr ein solches Produkt – Hirse-Honig-Poppies – im Schrank stehen habt, vorsorglich besser nicht Verzehren, vor allem dann, wenn es für Kinder vorgesehen war.


pdf

RASFF Meldung im Original >>


 

Aktuelle Rückrufe zu Tropanalkaloiden >>

…in gewissem Sinne ein Bio Problem

TA’s sind natürlich vorkommende Inhaltsstoffe bestimmter Pflanzen wie etwa dem Bilsenkraut, Stechapfel oder der Tollkirsche. Mehr als 200 verschiedene Tropanalkaloide wurden nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bislang identifiziert, deren Langzeitwirkungen noch lang nicht erforscht sind.

TA haltige Pflanzen gedeihen gut auf nährstoffreichen Böden. In der Bio-Landwirtschaft wird dieser Beiwuchs nicht einfach mit Pestiziden oder Herbiziden weggespritzt. Dadurch gelangen bei der Ernte immer wieder Samenkörner von Bilsenkraut oder Stechapfel in das Erntegut und sorgen so für teils mehr oder weniger belastete Getreideprodukte.

Für die Risikobewertung hat die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine akute Referenzdosis (ARfD) als gesundheitsbezogenen Richtwert in Höhe von 0,016 µg/kg Körpergewicht (KG), bezogen auf die Summe von (-)-Hyoscyamin und (-)-Scopolamin abgeleitet.


pdf

Hohe Tropanalkaloidgehalte in Getreideprodukten
Stellungnahme Nr. 035/2014 des BfR vom 13. November 2013

 Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

Verbraucherinformation Fehlanzeige!
* Die Bewertung bezieht sich auf die Information des Unternehmens zu dieser Meldung 


Du weißt, wo dieses Produkt verkauft wurde? recall@cleankids.de

Rückrufe als APP

Weitere Artikel zum Thema

UPDATE 22.08.17 – Fipronil in Eiern – weiterer neuer Stempelcode betroffen

UPDATE 22.08.17 – Fipronil in Eiern – weiterer neuer Stempelcode betroffen

UPDATE 22.08.2017-12:30 Uhr Heute wurde erneut ein Stempelcode veröffentlicht. Unterdessen warnt das europäische Schnellwarnsystem RASFF vor Eigelb-Pulver aus Deutschland,..




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Fipronil in Eiern
UV Warnungen und Prognosen

Aktueller UV-Index

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlen

Schädigungen der Haut durch UV Strahlung finden bereits lange vor einem Sonnenbrand statt. Dieser bzw. die Rötungen sind die extreme Schädigung und sichtbare Anzeichen einer Verbrennung durch Strahlung


Sicherer Wasserspaß

Sicherer Wasserspass

Noch Stunden nach einem Badeunfall möglich
Sekundäres Ertrinken bei Kindern

Eltern sollten Kinder nach einem Badeunfall, bei dem ihre Schützlinge möglicherweise Wasser in die Lunge bekommen haben, beobachten

Unterschätzte Gefahr

trampolin

Besser allein aufs Trampolin

Wer Kinder hat, weiß: Ein Trampolin gehört inzwischen zur Spielausrüstung im eigenen Garten . Mit der Zahl der Trampoline ist leider die Zahl der Unfälle gestiegen

Aktuelle Tests…

– Anzeige –
Buch- und Lesetipps
Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse