Kindergesundheit: Krankheitszeichen bei Hirnhautentzündung können altersabhängig variieren

Bei kleinen Kindern kann sich eine Hirnhautentzündung anders bemerkbar machen als bei Schulkindern. Säuglinge zeigen häufig unspezifische Symptome wie Fieber, Erbrechen oder auch Krampfanfälle. Eine vorgewölbte Fontanelle, Berührungsempfindlichkeit oder Nahrungsverweigerung können Anzeichen für eine Meningitis sein.

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Erst bei Kindern ab etwa 5 Jahren lassen sich häufiger typische Anzeichen wie schmerzhafte Genickstarre, Körpersteife, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Lichtscheu beobachten. „Ein Alarmzeichen bei einer Meningitis sind Hautverfärbungen, wie kleine stecknadelgroße dunkelrote, blaue oder auch bräunliche Flecken, die sich mit dem Rand eines durchsichtigen Trinkglases nicht wegdrücken lassen. Besteht ein Verdacht, sollten Sie sofort einen Notarzt rufen. Denn eine Hirnhautentzündung kann innerhalb kürzester Zeit lebensbedrohlich werden“, mahnt Professor Hans-Jürgen Nentwich, ehemaliges Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte mit langjähriger Klinikerfahrung.

Eine Meningitis kann durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Die bakterielle Meningitis ist im Krankheitsverlauf meist schwerer. Meningokokken gehören zu den gefährlichen bakteriellen Auslösern. Die Mehrzahl der Erkrankungen wird in Deutschland durch die Erreger der Serogruppe B (ca. 65-70%) verursacht, gefolgt von Meningokokken der Serogruppe C (ca. 20-25%). Besonders davon betroffen sind kleine Kinder, aber auch Jugendliche. Im Winter und Frühjahr werden i.d.R. die meisten Infektionen gemeldet. Zu den gefürchteten Folgen einer Erkrankung gehören bleibende Bewegungsstörungen, Hör- oder Gehirnschäden. Deshalb muss ein betroffenes Kind rasch behandelt werden – u.a. mit Antibiotika.

Trotz entsprechender Behandlung können nicht alle Kinder gerettet werden. „Impfungen gegen Pneumokokken, Haemophilus influenzae Typ b und Meningokokken C und B schützen vor Hirnhautentzündungen. Da Patienten schon vor Eintreten der ersten Krankheitszeichen ansteckend sein können, ist dies die beste Prävention – neben sorgfältiger Hygiene“, so Prof. Nentwich. Bis auf die Meningokokken-B-Impfung werden alle Impfungen von der Ständigen Impfkommission empfohlen (siehe Impfkalender) und von den Kassen erstattet.


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Merkblatt „Hirnhautentzündung“ zum Download.
Quellen: RKI, JPMA, Deutscher Kita-Leitungskongress


Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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