ÖKO-TEST Säuglingsanfangsnahrung – Chlorat und andere Schadstoffe

Stillen ist das Beste fürs Baby, unumstritten! Wenn Mütter aber – aus welchem Grund auch immer – nicht stillen können, bleibt der Griff zum Milchpulver. Völlig unverständlich, dass ausgerechnet die Nahrung für die Allerkleinsten aber immer wieder Negativ auffällt.

ÖKO-TEST Säuglingsanfangsnahrung - Chlorat und andere Schadstoffe

ÖKO-TEST hat für die Februar-Ausgabe 14 Säuglingsanfangsnahrungen mit  Schwerpunkt auf die Bezeichnung „Anfangsmilch 1“ näher unter die Lupe genommen

Erschreckend:
Nur zwei der 14 getesteten Babynahrungen schneiden mit „gut“ ab

Zwar enthalten einige untersuchte Flaschenmilchprodukte weniger Fettschadstoffe als in früheren Tests. Dafür droht Ungemach von anderer Seite: In allen Anfangsnahrungen wurden mehr oder weniger hohe Gehalte an Chlorat gefunden. Nur zwei Nahrungen schneiden mit „gut“ ab - Bild: ÖKO-TEST

Immer auf die Kleinsten – Nur zwei Nahrungen schneiden mit „gut“ ab – Bild: ÖKO-TEST

Zwar enthalten einige untersuchte Flaschenmilchprodukte weniger Fettschadstoffe als in früheren Tests. Dennoch, von den Fettschadstoffen, die unter Krebsverdacht stehen, bemängelten die Tester in 11 Produkten eine zu hohe Konzentration.

Doch, es droht Ungemach von anderer Seite: In allen Anfangsnahrungen wurden mehr oder weniger hohe Gehalte an Chlorat gefunden. In zwei  Milupa Produkten wurden Chloratgehalte gefunden, die von der WHO 2007 festgelegte akzeptable tägliche Aufnahme (ADI) überschreiten.

Perchlorat wurde in der Babydream Bio Anfangsmilch 1 von Rossmann in einer Konzentration gefunden die den von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aktuell festgelegten TDI (Tolerable Daily Intake, also die tolerierbare tägliche Aufnahme von Wirkstoffen) übersteigt.

Chlorate sind Stoffe, die herbizid wirken. Seit dem 10. Mai 2010 ist in den Ländern der EU die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Chlorat verboten. 

In der Holle Bio-Anfangsmilch 1 hat ÖKO-TEST Sporen sulfitreduzierender Clostridien gefunden. Diese Bakterien kommen überall vor, vor allem in Böden und im Verdauungstrakt von höheren Lebewesen. Sie gelangen durch Staub- und Erdpartikel auch in Lebensmittel, wo sie zu ernsthaften Problemen führen können. Der Nachweis könne auf mangelhafte Hygiene im Betrieb schließen lassen, so die Tester. Der Schweizer Babynahrungshersteller Holle hatte erst vor kurzem einige Babybreie zurückgerufen, nachdem Atropin – ein sehr giftiges Tropanalkaloid – in zu hohen Konzentrationen nachgewiesen wurde.


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Quelle: ÖKO-TEST
Internet: www.oekotest.de


 

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Bild oben: pixabay – Produktbild:ÖKO-TEST

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