CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

29.1.2015   |   Gesundheit

Antibiotikaresistenzen – ein vielschichtiges Problem

(aid) – Die meisten Deutschen sind der Meinung, dass Antibiotikaresistenzen am ehesten durch die Tierhaltung verursacht werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), an der Anfang Januar 2015 rund 1.000 Bürger ab 14 Jahren teilnahmen. Dabei ist die Problematik vielschichtiger und betrifft gleichermaßen Tier- und Humanmedizin sowie den Verbraucher.

Antibiotikaresistenzen - ein vielschichtiges Problem

Immer mehr Keime entwickeln die Fähigkeit, die Wirkung eines bestimmten Medikaments abzuschwächen oder sogar auszuschalten. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung kann dazu führen, dass resistente Keime aus der Tierproduktion auf Lebensmittel und gegebenenfalls auch auf den Menschen übertragen werden. Andererseits entstehen Resistenzen ebenso durch die Anwendung von Antibiotika in der Humanmedizin. Daher muss gemeinsam an Lösungen gearbeitet werden, erklärt das BfR. Auch der Verbraucher kann durch entsprechende Hygienemaßnahmen beim Transport, der Lagerung und der Zubereitung von Speisen einen Beitrag zur Reduzierung von resistenten Keimen im Privathaushalt leisten, heißt es im „BfR-Verbrauchermonitor 2015 – Spezial Antibiotikaresistenzen“.

In den vergangenen Jahren ist das Bewusstsein für die Problematik gewachsen. 83 Prozent der Interviewten ist das Thema bekannt, und 64 Prozent sind beunruhigt. Mehr als 50 Prozent sind der Meinung, dass Antibiotikaresistenzen in erster Linie durch die Anwendung in der Tierhaltung bedingt sind. Beim humanen Antibiotikaeinsatz wird der Fehler mehr beim Arzt (43 %) und weniger beim Patienten (29 %) gesucht. Nur jeder Fünfte hält es für wahrscheinlich, im eigenen Haushalt mit Krankheitserregern in Kontakt zu kommen (19 % in der Küche, 17 % im Bad). Die Befragten erwarten die resistenten Keime in Krankenhäusern (63 %) und in der Öffentlichkeit wie Bus und Bahn (59%). 90 Prozent wissen nach eigenen Angaben, mit welchen Methoden sie sich vor Keimen schützen können: Händewaschen (39 %), auf Hygiene achten (35 %), die Verwendung von Desinfektionsmitteln (34 %) und gründliches Reinigen (31 %).

Heike Kreutz, www.aid.de

Quelle: aid infodienst
Internet: www.aid.de

Weitere Informationen:
www.bfr.bund.de/cm/350/bfr-verbrauchermonitor-2015-spezial-antibiotikaresistenzen.pdf
www.aid.de/landwirtschaft/tiergesundheit_tierarzneimittel_fragen_antworten.php

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema

Sonntagsarm – Kleinkinder nicht an einer Hand hochziehen

Sonntagsarm – Kleinkinder nicht an einer Hand hochziehen

Ziehen Eltern oder Erzieher kleine Kinder ruckartig an einer Hand hoch, kann dadurch das Ellenbogengelenk verletzt werden. Denn bei Kleinkindern kann die Verbindung im..




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

UV Warnungen und Prognosen

Aktueller UV-Index

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlen

Schädigungen der Haut durch UV Strahlung finden bereits lange vor einem Sonnenbrand statt. Dieser bzw. die Rötungen sind die extreme Schädigung und sichtbare Anzeichen einer Verbrennung durch Strahlung


Sicherer Wasserspaß

Sicherer Wasserspass

Noch Stunden nach einem Badeunfall möglich
Sekundäres Ertrinken bei Kindern

Eltern sollten Kinder nach einem Badeunfall, bei dem ihre Schützlinge möglicherweise Wasser in die Lunge bekommen haben, beobachten

Unterschätzte Gefahr

trampolin

Besser allein aufs Trampolin

Wer Kinder hat, weiß: Ein Trampolin gehört inzwischen zur Spielausrüstung im eigenen Garten . Mit der Zahl der Trampoline ist leider die Zahl der Unfälle gestiegen

Aktuelle Tests…

– Anzeige –
Buch- und Lesetipps
Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse