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06.12.2014   |   Umwelt - Verbraucher

Österreich / Kärnten: Hexachlorbenzol – Rückrufaktion von Milch- und Fleischerzeugnissen

(ck) – Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser berichtete auf einem erneuten Krisengipfel am Samstag von den ersten Ergebnissen der Fleischproben: „Von insgesamt aktuell elf Fleischproben – beprobt wurden Rinder, Schweine und Rotwild – weisen alle, bis auf drei, Spuren von HCB auf.“ Betroffen sei hauptsächlich Rindfleisch. Der Landeshauptmann habe sofort angeordnet, dass sämtliche Fleischprodukte aus dem Görtschitztal die betroffen sein könnten, keinesfalls in den Handel kommen dürfen. „Es hat sich bestätigt, dass die Entscheidung, die Tiere zu schlachten und sofort zu beproben, richtig gewesen ist“, so Kreiner. So habe man rechtzeitig reagiert und verhindern können, dass betroffenes Fleisch in den Verkauf und damit zum Verzehr gelange.

hcb

Weiters würden bei den betroffenen Höfen auch frühere Schlachtungen nachverfolgt. „Es muss genau untersucht werden, wohin dieses Fleisch gegangen ist und ein Rückruf gestartet werden“, kündigte Kreiner an. Der Landeskoordinator riet auch dazu, derzeit kein Rotwild zu schießen, da auch dieses Fleisch von Grenzwertüberschreitungen betroffen sei und auch dieses nicht in den Handel bzw. in Gastwirtschaften kommen dürfe.

Molkerei Sonnenalm ruft alle Kuhmilcherzeugnisse zurück

Die Görtschitztaler Molkerei Sonnenalm hat am Samstag sämtliche Kuhmilchprodukte zurückgerufen und die Produktion eingestellt. „Wir sind vom aktuellen Greenpeace-Messergebnis selbst schockiert und tief betroffen. Offenbar war unser Probennetz trotzt aller Anstrengungen und Bemühungen nicht dicht genug. Wir entschuldigen uns aufrichtig bei unseren Kunden. Bis zur vollständigen Klärung und Vorliegen aller amtlichen Untersuchungsergebnisse holen wir alle Sonnenalm-Kuhmilchprodukte zurück und stellen bis zur Freigabe durch die Behörden die Produktion ein“ so die Unternehmensleitung in einem Statement.

Warnung vor Lebensmitteln jeder Art aus der betroffenen Region bleibt 

Weiter aufrecht bleibt die Warnung vor dem Konsum von Lebensmitteln jeder Art aus der betroffenen Region. „Bis wir nicht endgültige Ergebnisse haben und nicht absolut sicher sind, dass keine Gefahr besteht, raten wir vor dem Verzehr von Lebensmitteln aus der Region dringend ab“, so Kaiser, der die Bevölkerung um Mithilfe bittet, alle Görtschitztaler-Lebensmittel bei Auffinden der Lebensmittelaufsicht des Landes zu melden – die Telefonnummer dafür: 0664/8053615151.

Blutabnahmestellen für Bevölkerung in den Gemeinden

Kommende Woche stehen der Görtschitztaler Bevölkerung Gesundheitsuntersuchungen vor Ort zur Verfügung. Das gibt Landeshauptmann Peter Kaiser nach einem neuerlich von ihm einberufenen HCB-Gipfel in der Landesregierung bekannt. „Seit gestern wurde unter Einbeziehung der Med-Uni Wien in meinem Auftrag ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet. Nun erfolgt seitens der Landessanitätsdirektion gemeinsam mit dem Gesundheitsamt St. Veit, dem Roten Kreuz, niedergelassenen Ärzten und den jeweiligen Gemeinden die Koordination, um ab Mitte nächster Woche unter anderem Blutabnahmestellen in den Gemeinden einzurichten. Zusätzlich stehen dann vor Ort Ärzte für Beratungsgespräche zur Verfügung.

Blutabnahmen bei Säuglingen und Kleinkindern können bei niedergelassenen Kinderfachärzten erfolgen

Muttermilchproben

Stillende Mütter können Muttermilchproben bei der Lebensmitteluntersuchungsanstalt des Landes untersuchen lassen“, so Kaiser. Die ILV befindet sich in der Klagenfurter Kirchengasse, eine telefonische Anmeldung unter 05 0536 15272 ist erforderlich.

Die Verständigung der Bevölkerung wird über die Gemeinden erfolgen. Für umweltmedizinische Fragen steht weiterhin die Info-Hotline des Landes unter der Nummer 05 0536 15121 von Mo – Do von 7:30 – 16:00 Uhr, Fr von 7:30 – 13:30 Uhr zur Verfügung. Aktuelle Infos gibt es auch auf der Homepage www.ktn.gv.at


 

pdfHexachlorbenzol (HCB)
Informationsblatt für die Bevölkerung vom 6.12.2014

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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