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04.12.2014   |   Ernährung

Campylobacter – Behörden warnen vor Fondue mit Geflügelfleisch

Die Campylobacteriose tritt gehäuft im Sommer während der Grillsaison in Erscheinung sowie über die Festtage Ende Jahr. Die Ansteckung mit der Infektion lässt sich aber leicht verhindern, wenn einfache Hygieneregeln beachtet werden.

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Immer um die Weihnachtszeit häufen sich die Erkrankungsfälle ausgelöst durch Campylobacter. Diese krankmachenden Bakterien haben die Form von kleinen gekrümmten Stäbchen. Was unter Fachleuten schon lange vermutet wurde, konnte dieses Jahr in einer Studie des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit wissenschaftlich belegt werden: Schuld ist Fondue Chinoise (chinesisches Fondue)  und Party Grill mit Pouletfleisch.

Campylobacter kommt auf Geflügelfleisch häufig vor. Im Gegensatz zu Salmonellen können sich die Bakterien im Lebensmittel nicht vermehren. Aber geringste Mengen können bereits genügen, um eine Infektion auszulösen. Typische Symptome sind häufig schwerer Durchfall, Bauchkrämpfe, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Die Krankheit klingt in der Regel in ein bis zwei Wochen von selbst ab. Campylobacteriose ist seit 1995 die am häufigsten gemeldete lebensmittelbedingte Infektionskrankheit.

Die Übertragung von Campylobacter auf den Menschen erfolgt in der Schweiz hauptsächlich durch ungenügend erhitztes Pouletfleisch, Geflügelleber oder durch unsorgfältigen Umgang mit Geflügelfleisch. Kritisch wird es bei schlechter Küchenhygiene, wenn beispielsweise das gleiche Schneidbrett für rohes Poulet und Salat verwendet wird. Gefährlich ist auch, wenn bei einem Fondue Chinoise rohes Pouletfleisch mit gekochtem Fleisch, mit Beilagen oder mit Saucen in direkten Kontakt kommt. Wird aber Geflügelfleisch während zwei Minuten auf mindestens 70 °C erhitzt, werden die Campylobacter-Bakterien abgetötet.

Pouletfleisch ist sicher, wenn in der Küche sorgfältig damit umgegangen wird und die Hygienehinweise auf den Packungen exakt befolgt werden. Wird aber rohes Pouletfleisch auf den Tisch gestellt, wird es schwierig! Wer kann sich schon einen gemütlichen Abend lang in fröhlicher Gesellschaft darauf konzentrieren, dass wirklich kein Tropfen Pouletfleischsaft auf den Teller oder in einen Saucentopf fällt? Rohes Pouletfleisch und Tropfsaft dürfen nämlich auf keinen Fall mit Speisen oder Gegenständen die zum Mund geführt werden in Kontakt kommen. Kleinste Mengen reichen für eine Campylobacter-Erkrankung!

Wir raten nachdrücklich und eindringlich davon ab, rohes Pouletfleisch auf den Tisch zu stellen, sei es für Chinoise, Mongolentopf, Partygrill oder vergleichbare Tafelrunden.


pdf

Quellen:  
Staatskanzlei des Kantons Zürich
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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