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21.11.2014   |   Umwelt - Verbraucher

Coffee to go – Genuss mit Folgen


Verbraucherzentrale Hamburg: Die Becher sind innen mit Kunststoff beschichtet, von dem auch schädliche Stoffe an den Kaffee abgegeben werden können. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung kann nicht ausgeschlossen werden.

Ob in der Mittagspause oder beim Einkaufsbummel in der Stadt, der Coffee to go erfreut sich seit einigen Jahren einer immer größeren Beliebtheit. Rund sechseinhalb Milliarden Pappbecher samt Plastikdeckel landen jährlich im Abfall, eine Katastrophe für die Umwelt.

Mit einer Kampagne für Mehrweg in Hamburgs Coffeeshops will die Verbraucherzentrale Hamburg diesen Trend umkehren und die Verbraucher dazu bewegen, auf Thermobecher umzusteigen. Am Dienstag, 25. November 2014, werden ab 11 Uhr an der Spitalerstraße/ Ecke Kurze Mühren Mehrwegbecher an Passanten verteilt.

Coffee to go - Genuss mit Folgen

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat in einem Marktcheck 14 Hamburger Coffeeshops getestet. Die Hälfte der Anbieter hat Mehrwegbecher im Sortiment und häufig gibt es sogar Rabatte, wenn man einen eigenen Becher mitbringt. Nur zwei Läden lehnen es ab, in mitgebrachte Mehrwegbecher auszuschenken. Außerdem stand das Material der Wegwerfbecher inklusive Beschichtung und Deckel auf dem Prüfstand. „Der Einwegbecher ist nämlich nicht nur ein Problem für die Umwelt“, sagt Dirk Petersen, Umweltexperte der Verbraucherzentrale Hamburg. „Die Becher sind innen mit Kunststoff beschichtet, von dem auch schädliche Stoffe an den Kaffee abgegeben werden können. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung kann nicht ausgeschlossen werden.“

Laut Deutschem Kaffeeverband liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an Kaffee bei etwa 165 Litern im Jahr. Statistisch gesehen werden davon rund 20 Liter aus einem To go-Becher getrunken. Bei einer durchschnittlichen Füllmenge von 0,25 Litern entspricht das einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich rund 80 Einwegbechern. Hochgerechnet auf Deutschland macht das 6,4 Milliarden Einwegbecher samt Plastikdeckel, die pro Jahr im Abfall landen. Die Produktion eines To go-Bechers verursacht 110 Gramm CO2, bei einem Jahresverbrauch von 80 Tassen pro Jahr und Person summiert sich das auf 40 Kilogramm CO2-Ausstoß nur für den To go-Genuss. „Bisher findet die damit verbundene Umweltbelastung durch die Herstellung und Entsorgung kaum Beachtung“, so Petersen. „Wir hoffen deshalb, möglichst viele Menschen von den Vorteilen der Mehrwegbecher überzeugen zu können. Der Pappbecher soll gehen.“

Weitere Hintergrundinformationen sowie die detaillierten Ergebnisse des Marktchecks sind auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de abrufbar.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg e.V.
Internet: http://www.vzhh.de/

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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