CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

15.10.2014   |   Gesundheit

Kleine Kinder vor Infektionen mit dem RS-Virus schützen

Säuglinge – insbesondere zwischen vier und fünf Monaten – haben ein hohes Risiko für Komplikationen wie Lungenentzündung, wenn sie sich mit den RS-Viren (Abkürzung von Respiratorische Synzytial-Virus oder englisch respiratory syncytial virus) infizieren.

babyduft

RS-Viren gehören zu den gefährlichsten Erregern von Atemwegsinfekten bei Kleinkindern. „Eltern schützen ihr Baby am besten, wenn sie es von Personen mit einer Erkältung, Fieber oder Ähnlichem fern halten. Bevor jemand das Baby auf den Arm nimmt, sollte er sich die Hände waschen. Und – sofern möglich – sollten Säuglinge nicht Menschenansammlungen ausgesetzt werden“, rät Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Deutschland, und schließt sich damit den amerikanischen Pädiatern (American Academy of Pediatrics) an. RS-Viren kursieren vor allem zwischen Herbst und Frühjahr.

RS-Viren verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion. In winzigen infizierten Sekretbestandteilen überleben RS-Viren 20 Minuten auf den Händen, 45 Minuten auf Papierhandtüchern sowie Stoffen und bis zu mehreren Stunden auf Kunststoffoberflächen. Um eine Verbreitung des Erregers innerhalb der Familie zu vermeiden, sind deshalb regelmäßiges Händewaschen, hygienisches Husten und Niesen (d.h. in die Armbeuge) sowie die Reinigung möglicherweise verunreinigter Gegenstände wie Kinderspielzeug erforderlich. Ist ein Kind erkrankt, sollte es zum Schutz der anderen keine Gemeinschaftseinrichtung – insbesondere Krabbelgruppen – besuchen.

Eine Infektion mit RS-Viren kann sich wie eine gewöhnliche Erkältung äußern. Die Nase des Babys rinnt, es hustet und hat etwas Fieber. „Sobald die Symptome aber schwerer werden und das Kind schneller zu atmen beginnt, keucht oder komische Geräusche beim Atmen erzeugt, die Nasenflügel sich aufblähen, sollten Eltern umgehend ihren Kinder- und Jugendarzt kontaktieren“, rät Dr. Fegeler. Diese Beschwerden können darauf hinweisen, dass die kleinen Äste des Bronchialbaums, die so genannten Bronchiolen, entzündet und geschwollen sind und so die Atmung erschweren, oder sich eine Lungenentzündung gebildet hat.

Besonders gefährdeten kleinen Patienten, die zu früh geboren (< 34. SSW) oder aus anderen Gründen auf neonatologischen Stationen (Neugeborenenstationen) beatmet wurden, angeborene Herzfehler haben oder Störungen der Lungenfunktion aufweisen, empfehlen Kinder- und Jugendärzte vorbeugend eine passive Immunisierung gegen RS-Viren in allen Herbst- und Wintermonaten.

Quellen: PflegePraxis, RKI, AAP News

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse