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26.9.2014   |   Produkttests

ÖKO-TEST Fußsäcke für Kinderwagen – Verseucht statt kuschelig


Zwei Drittel der Testprodukte schneiden mit „ungenügend“, „mangelhaft“ oder „ausreichend“ ab. Zwei Fußsäcke hätten wegen der hohen Schadstoffbelastung gar nicht verkauft werden dürfen.

Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat in der aktuellen Oktober-Ausgabe Fußsäcke für Kinderwagen getestet und kommt zu einem verheerenden Ergebnis: Zwei Drittel der Testprodukte schneiden mit „ungenügend“, „mangelhaft“ oder „ausreichend“ ab. Zwei Fußsäcke hätten wegen der hohen Schadstoffbelastung gar nicht verkauft werden dürfen.

Der Fußsack von Heitmann Felle enthält Phthalat Weichmacher, Formaldehyd und optische Aufheller - Bild: ÖKO-TEST

Der Fußsack von Heitmann Felle enthält Phthalat Weichmacher, Formaldehyd und optische Aufheller – Bild: ÖKO-TEST

Der fortpflanzungsgefährdende Weichmacher DEHP gehört schon seit neun Jahren zu den verbotenen Phthalaten in Spielzeug und Babyartikeln. Umso ärgerlicher ist es, dass ÖKO-TEST in zwei Fußsäcken diesen Schadstoff in Mengen über dem gesetzlichen Grenzwert gefunden hat. Laut dem CVUA (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt) Stuttgart sind Fußsäcke für Kinder als Babyartikel im Sinne des Verbots von Phthalaten ab bestimmten Konzentrationen anzusehen.

Damit hätten die beiden Fußsäcke so nicht verkauft werden dürfen.

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Und DEHP ist nicht der einzige Schadstoff, den die von ÖKO-TEST beauftragten Labore gefunden haben. Nervenschädigende phosphororganische Verbindungen, Allergien auslösendes und krebsverdächtiges Formaldehyd, toxisches Antimon führen dazu, dass keines der untersuchten Produkte ein „gut“ oder sogar ein „sehr gut“ bekam.

ÖKO-TEST rät Eltern, nicht verkehrsfähige Produkte beim Händler zurückzugeben. Allerdings gibt es keinen eindeutigen Rechtsanspruch auf Rückgabe

Anzeige – Das ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2014 gibt es seit dem 26. September 2014 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Quelle: ÖKO-TEST
Internet: www.oekotest.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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