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18.9.2014   |   Verbraucher

Marktcheck der Verbraucherzentrale deckt auf: Azofarbstoffe in Biermischgetränken

Biermischgetränke in vielen Geschmacksrichtungen erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch wer die bunten Farben für natürlich hält, täuscht sich. Nicht die angepriesenen Früchte verleihen den Drinks ihr Aussehen, sondern hier wird kräftig mit Zusatzstoffen nachgeholfen, wie ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zeigt. Sogar die bedenklichen Azo-Farbstoffe, die nach Meinung der Verbraucherzentrale verboten werden sollten, wurden gefunden. Wer diese Zusatzstoffe vermeiden möchte, sollte beim Einkauf die Zutatenliste sorgfältig lesen, so der Rat der Verbraucherzentrale.

Azofarbstoffe in Biermischgetränken

Der geringere Alkoholgehalt als in „normalem“ Bier hat die Mischgetränke nicht nur im Sommer zu einer beliebten Erfrischung gemacht. Bei einem Marktcheck von 17 Sorten Biermischgetränken fand die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein neben Zusatzstoffen wie Aromen, Säuerungsmitteln und Stabilisatoren sogar die besonders kritischen synthetischen Azo-Farbstoffe. Sie stehen im Verdacht, Allergien und Überempfindlichkeiten auszulösen sowie Hyperaktivität zu begünstigen. In den Sorten Beck’s Green Lemon, sowohl in der alkoholhaltigen Variante als auch in der alkoholfreien Variante Green Lemon Zero, und Warsteiner Lemon sind in der Zutatenliste die Azofarbstoffe Chinolingelb (E104) bzw. Tartrazin (E102) aufgeführt. Wir fordern seit Jahren, gänzlich auf Azofarbstoffe bei der Herstellung von Lebens- und Genussmitteln sowie Getränken zu verzichten. Denn es gibt unbedenkliche Alternativen. Noch wirkungsvoller wäre allerdings ein Verbot.

Doch nicht nur die Azo-Farbstoffe sorgten bei den Verbraucherschützern für Erstaunen: Bei den Biermischgetränken Veltins V + Blacklabel, Veltins V + Berry X und Karlsberg Mixery Bier + Cola + X sind die Farbstoffe E150c (Ammoniak-Zuckerkulör) und E338 (Orthophosphorsäure) aufgelistet, deren häufiger Verzehr nicht empfehlenswert ist. Und in den Sorten Beck’s Twisted Orange sowie Schöfferhofer Grapefruit fand die Verbraucherzentrale den Farbstoff E120 (echtes Karmin). Dies ist ein tierischer Farbstoff, der aus Schildläusen gewonnen wird und in Einzelfällen allergieauslösend sein kann. Durch den tierischen Farbstoff sind diese Biermischgetränke zudem für Menschen ungeeignet, die sich streng vegetarisch oder vegan ernähren.

Quelle: Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V.
Internet: http://www.vzsh.de/

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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