Plötzlicher Kindstod: Ursachen variieren mit dem Alter des Kindes

Amerikanische Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass die Ursachen von plötzlichen Todesfällen, die sich bei einem schlafenden Kind ereignen, ja nach Alter variieren können.

Bild: CleanKids

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So ist bei jüngeren Kindern nach der Geburt bis zu drei Monaten Alter meist das gemeinsame Schlafen mit einem erwachsenen im Bett, häufig verantwortlich für die Todesfälle. Bei älteren Kindern, die vier Monate oder ein Jahr alt sind, ermittelten die Wissenschaftler oft auch Objekte, wie Decken oder Stofftiere, die in Zusammenhang mit dem Tod gebracht wurden.

Über beide Altersgruppen hinweg war ein geteiltes Bett ein häufiger Risikofaktor für den Plötzlichen Kindstod (in 73,8% der Fälle bei den Kindern im Alter bis zu drei Monaten und in 58,9% der Fälle bei den vier Monate bis ein Jahr alten Kindern).

Die Experten hatten 8.0207 plötzliche Todesfälle bei Säuglingen ausgewertet, die sich zwischen 2004 und 2012 in 24 Saaten ereignet hatten.

Weitere Tipps, um den Plötzlichen Kindstod zu vermeiden:

Verzichten Sie auf das Rauchen

Legen Sie das Baby zum Schlafen auf den Rücken

Am besten schläft das Baby ohne Kopfkissen auf einer festen luftdurchlässigen Matratze

Legen Sie Ihr Kind in einen speziellen Baby-Schlafsack, der nicht über das Gesicht rutschen kann

Gehen Sie bei einer Infektion der oberen Atemwege des Kindes frühzeitig zum Kinder- und Jugendarzt, damit eine Behandlung eingeleitet wird und sorgen Sie dafür, dass die Atemwege frei sind

Beugen Sie einer Überwärmung oder Auskühlung des Kindes vor. Die Zimmertemperatur sollte nicht über 18° C liegen

Stillen Sie Ihr Kind mindestens bis zum 6. Lebensmonat

Stellen Sie das Kinderbett in Ihr Schlafzimmer. Das Kind sollte aber nicht in Ihrem Bett schlafen.

Quelle: ScienceDaily, Pediatrics

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

 

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4 Antworten

  1. Hummelchen84 sagt:

    Ein wenig ermüdend finde ich solche „Studien“, die bewusst oder unbewusst nie ein Wort darüber verlieren, auf welche Art und Weise ein Kind zu Tode kam, das mit Erwachsenen das Bett teilte oder Stofftiere im Bett hatte. Sind diese Kinder erstickt? Ist es dann nicht Tod durch Ersticken und nicht „plötzlicher Kindstod“? Sind diese Kinder gestorben OBWOHL sie völlig problemlos atmen konnten?

    Weiter oben im Text steht etwas von „plötzlichen Todesfällen“ – zugestanden, das sind alle äußerst dramatische Todesfälle von bis dahin gesunden Kindern, die irgendwie verunfallt sind. Geht es darum? Oder geht es wie in der Überschrift und weiter im Text angegeben um den „plötzlichen Kindstod“, der sich nur auf einen (wahnsinnig kleinen!) Teil plötzlicher Todesfälle bezieht, wenn selbst nach Obduktion kein offensichtlicher Grund gefunden werden kann?

    Dieser Artikel ist nicht nur entsetzlich unwissenschaftlich sondern auch auf Laienniveau heruntergebrochen ohne Beschönigung schlecht. Ich finde eine Veröffentlichung dieser Art mit der impliziten Aufgabe, verantwortungsvoll (und nicht reißerisch angstmachend) mit derart heiklen und sensiblen Themen umgehen zu MÜSSEN, völlig deplatziert.

    • Hallo Hummelchen, Danke für Deinen Beitrag. Mitnichten wollen wir „angstmachend“ Berichten. Die Diagnose eines plötzlichen Kindstodes ist immer eine Ausschlussdiagnose, das bedeutet, nur wenn alle anderen denkbaren natürlichen und nicht-natürlichen Todesursachen ausgeschlossen werden können, spricht man vom „plötzlichen Kindstod“ Von daher ist der Artikel schon sehr deutlich…

      • Hummelchen84 sagt:

        Quellen nachgeklickt, es geht mitnichten nur um SIDS, es ist ständig die Rede von mehreren Todesursachen – „Sudden infant death syndrome and [!] other sleep-related causes of infant mortality“. Es schließt also vom ersten Schritt an alle Babys mit ein, die möglicherweise krank (und nur deshalb?) im Elternbett schlafend gestorben sind. Bei einer vorsätzlichen Vermischung von Todesursachen, die noch dazu nicht für die Studie untersucht sondern nur im Nachhinein in einem statistischen Amt „case reporting system“ zusammengetragen wurden (also die Qualität der Erhebung variiert und unkontrolliert bleibt, vor allem da es sicher andere Richtlinien zb bzgl Obduktion über zitierte 24 Staaten hinweg gibt) eine so explizite Schlussfolgerung zu ziehen halte ich für einen eher (wage)mutigen wissenschaftlichen Schritt.

        Ich revidiere nur – nicht diese Zusammenfassung ist schlecht; aber die Studie gibt augenscheinlich null her. (Falls sich hinter dem grottenschlechten zugänglichen Abstract doch eine halbwegs ordentliche Studie verstecken möchte nähme ich alles zurück.)

  2. Lulu sagt:

    Also zu den Tips….da fehlt noch:
    Das Kind nicht im Bett schlafen lassen,
    -wenn Alkohol (auch schon bei vermeintlich geringen Mengen)oder Drogen genommen wurden
    -wenn man sich selbst mit Ätherischen Ölen eingerieben hat
    -Schlafmittel oder stark einschläfernde Medikamente eingenommen hat
    Ehrlich gesagt, hat meine Tochter immer bei uns im Bett geschlafen trotz nebenstehender Babybay und immer muss man sich nach solchen Artikel rechtfertigen, also man sein Kind mit LSD füttert. Natürlich ist es richtig aufzuklären, was man falsch macht. Sicherlich muss man ein ausreichend großes Bett haben und auch einige Sicherheitsmaßnahmen beachten. Aber es ist nicht utopisch.
    Die Familie Feuerstein lehrt uns zwar, dass Babies damals Steinwiegen hatten,
    aber…. 😀 na klar

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