Kindergesundheit: Falsch dosiert – Löffel eignen sich nicht als Maß für flüssige Arzneien

Muss ihr Kind Flüssigarznei einnehmen, sollten Eltern sich besser an Milliliter orientieren und die Menge mit einem geeigneten Messbecher abmessen, als auf Tee- oder Esslöffel zurückzugreifen.

Bei flüssiger Arznei Milliliterangaben verwenden

„Bei Teelöffel und Esslöffel besteht die Gefahr der Verwechslung und der ungenauen Dosierung“, warnt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland. Aufgrund des geringen Körpergewichts kann sich eine Ungenauigkeit bei Kindern schnell negativ auswirken.

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Laut einer Studie in den USA ist das Risiko für Dosierfehler doppelt so groß, wenn Eltern einen Löffel verwenden und sich nicht an Milliliterangaben orientieren. Die Wissenschaftler hatten 287 Eltern beobachtete, die mit ihren Kindern zur Klinikambulanz gekommen waren und ein Rezept für flüssige Arznei erhielten. Insgesamt waren demnach Irrtümer bei der Medikamentengabe häufig (39,4%). „Dosierhilfe-Messbecher aus der Apotheke oder solche, die flüssiger Arznei beigelegt sind, eigenen sich besser, um einem Kind die richtige Menge zu verabreichen. Zur Sicherheit kann der Apotheker die vom Arzt verordnete Menge noch einmal auf die Packung der Arznei schreiben“, rät Dr. Niehaus.

Quellen: AAPPediatrics

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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