TÜV Rheinland: Giftige Schwermetalle und Nickel in gefälschten Taschen, Schuhen und T-Shirts

Viele deutsche Touristen nutzen ihren Sommerurlaub auch für günstige Einkaufsgelegenheiten. Vorsicht sollten Urlauber aber bei gefälschten Markenartikeln walten lassen. Preislich interessant, enthält diese illegale Ware oftmals Schadstoffe in überhöhten Konzentrationen. TÜV Rheinland war mit Reportern von RTL vor Ort in einem türkischen Badeort und hat die Produkte in einem eigenen Labor untersucht.

flipflop

Fake-Taschen ab 5 Euro, falsche Markenschuhe ab 15 Euro und nachgemachte Oberteile ab 10 Euro. Doch was trägt man da eigentlich an seinem Körper? Der Verdacht, dass Fälscher riskante Mengen an Schadstoffen in diesen Produkten verwenden, liegt nahe: Gefälschte Markenartikel werden nicht untersucht, sie können gesundheitsschädliche Weichmacher enthalten oder gar krebserregende Schwermetalle.

In Begleitung eines RTL TV-Teams hat TÜV Rheinland die Inhaltsstoffe von offenkundig gefälschten Textilien und Schuhe untersucht. Die Artikel wurden in einem bei deutschen Touristen beliebten Badeort an der türkischen Riviera gekauft: Flip-Flops, Turnschuhe, Taschen, Regenjacken, Röcke und Fußbälle. Anschließend untersuchten Experten von TÜV Rheinland alles auf Giftstoffe. Das Ergebnis: Über 75 Prozent der gefälschten Markenartikel enthalten hochdosierte, nicht zugelassene Giftstoffe. Besonders betroffen sind Flip-Flops. Alle gekauften Badeschuhe enthalten Weichmacher, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Ein Paar Flip-Flops enthält sogar Blei und Schwermetalle in hohen Konzentrationen.


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Noch giftiger ist nur noch eine neongrüne Tasche. In der Farbe haben die Labortester von TÜV Rheinland verbotene Schwermetalle gefunden, zum Bespiel Blei oder Cadmium. Der Reißverschluss enthielt Nickel, was bereits bei einmaligem Kontakt zu Hautirritationen und allergischen Reaktionen führen kann.

Quelle: TÜV Rheinland AG
Internet: www.de.tuv.com

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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