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19.8.2014   |   Wissenschaft / Forschung

Kinder profitieren von freiem Spiel und unstrukturierter Zeit


Experten vermuten, dass Stress und volle Terminkalender mit vorgeschriebenen Tagesabläufen selbständiges Denken bei Kindern behindern können

Grundschulkinder, deren Wochenplan nicht völlig „verplant“ ist, erlernen besser, sich selbst zu organisieren und eigenständig Ziele zu verfolgen. Das behaupten Professor Yuko Munakata und ihre Kollegen von der Universität Colorado, Boulder.

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Die Neurologen und Psychologen baten Eltern von 70 Kindern im Alter zwischen sechs und sieben Jahren eine Woche lang den Tagesablauf ihrer Kinder zu protokollieren. Die Forscher werteten die Angaben dann aus und unterschieden dabei zwischen strukturierte Zeit, wie Unterricht, Hausaufgaben, Sport, und unstrukturierter Zeit, die Kinder z.B. mit freiem Spiel oder mit Lesen zubrachten. Anschließend testeten sie die exekutiven Funktionen der Kinder, d.h. wie gut Kinder selbständig ein Ziel verfolgten, selbständig planten, Probleme lösten, Entscheidungen trafen und selbständig ihre Gedanken und Aktionen regulieren konnten.

Es zeigte sich, dass je mehr unstrukturierte Zeit Kinder zur Verfügung hatten, desto besser waren ihre exekutiven Funktionen. Laut den Wissenschaftlern war mit ihrer Studie nicht bewiesen, ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht und ob die unstrukturierte Zeit zu besseren exekutiven Funktionen führt, oder genau umgekehrt. Aber die Experten vermuten, dass Stress und volle Terminkalender mit vorgeschriebenen Tagesabläufen selbständiges Denken behindern können.

Quelle: MedlinePlusFrontiers in Psychology

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

 


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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