Grüne Smoothies können Anti-Nährstoffe enthalten

Grüne Smoothies liegen voll im Trend. Sie bestehen aus Blättern, Früchten und Gemüse nach Wahl. Alle Zutaten werden mittels eines Mixers vermengt und frisch getrunken. Glaubt man einschlägigen Ratgebern, so sollen die Rohkost-Drinks beispielsweise beim Abnehmen helfen, den natürlichen Muskelaufbau unterstützen oder zu einem verbesserten Schlaf führen.

smoothie

„Grüne Smoothies haben eine sehr hohe Vital- und Nährstoffdichte“, sagt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. Die Ernährungswissenschaftlerin warnt jedoch, dass nicht alles was grün ist, in den Mixer gehört. Manche Gemüsesorten, Blätter und Kräuter enthalten sogenannte Anti-Nährstoffe oder andere unerwünschte Substanzen. „In größeren Mengen aufgenommen, können diese gesundheitlich bedenklich sein“, so Daniela Krehl.

Die Verbraucherzentrale Bayern rät, sich über die Inhaltsstoffe der einzelnen Zutaten zu informieren und die Rezepturen zu variieren.

Anti-Nährstoffe sind natürliche aber für den Menschen problematische Inhaltsstoffe. Ein Beispiel hierfür ist die Oxalsäure. Sie hemmt die Aufnahme von lebenswichtigen Mineralien. Hohe Werte befinden sich in Spinat, Mangold, Rote Beete, Rhabarber und Sauerampfer. „Bei häufigem Verzehr dieser Gemüsesorten muss man berücksichtigen, dass Kalzium, Eisen und Magnesium vermindert aufgenommen werden“, gibt Krehl zu Bedenken. Viele andere Blattpflanzen bilden als sogenannten „Fraßschutz“ Alkaloide und ätherische Öle. Diese Substanzen sind zum Teil giftig und sollten nicht in größeren Mengen verwendet werden.

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern e.V.
Internet: http://www.verbraucherzentrale-bayern.de/


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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1 Antwort

  1. Willi Bergman sagt:

    Leider gibt der Artikel keine Informationen darüber, welche Mengen denn unbedenklich verzehrt werden können. Auch die Originalpressemeldung gibt dies nicht her. Weder ist in der Pressemitteilung eine Mengenangabe für einzelne Zutaten enthalten, noch wird auf andere Informationsquellen verwiesen. Lediglich der Hinweis auf Rezepte macht niemanden schlauer, denn die Sorge ist unverändert vorhanden, dass man etwas ungesundes zu sich nimmt. Ich frage mich, ob die Verbraucherzentrale Bayern nicht den Auftrag hat, die Verbraucher zu beraten, anstatt sie in Sorge um ihre Gesundheit zu versetzen. Oder hat da jemand nur das Sommerloch nutzen wollen und die PM deshalb versendet?

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