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28.7.2014   |   Familie & Erziehung

Wie sich Familie und Beruf erfolgreich vereinbaren lassen


ams-Serie (7): Von klein auf gesund

(ams). Zeit ist wertvoll: Möglichst viel gemeinsame Zeit mit der Familie zu verbringen – das tut Eltern und Kindern gut. Zeitmangel dagegen ist einer der größten Stressfaktoren in der Familie. Dies ist eine wichtige Erkenntnis der AOK-Familienstudie 2014. 46 Prozent der 1.503 befragten Eltern gaben an, dass sie sich zeitlich belastet fühlen.

clerk-18915_640„Die Ursache für ständigen Termindruck liegt zwar nicht allein im Arbeitsumfeld, doch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Familien zu entlasten“, sagt Vera Neitzert, Expertin für den Firmenkundenbereich im AOK-Bundesverband. Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie machen einen Betrieb attraktiver. Familienfreundliche Arbeitgeber verzeichnen weniger Fehlzeiten. Laut berufundfamilie, einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, haben sehr familienbewusste Unternehmen im Vergleich zum Durchschnitt der Betriebe eine um 48 Prozent niedrigere Fehlzeitenquote. Zudem sind Beschäftigte durch zeitliche Freiräume und mehr Eigenverantwortung motivierter und produktiver. Sie wechseln den Arbeitgeber seltener.

Wie familiengerecht ist ein Unternehmen?

Ein weiteres Ergebnis der AOK-Familienstudie 2014: 57 Prozent der befragten Eltern mit einem guten Gesundheitszustand haben die Möglichkeit, zeitlich flexibel zu arbeiten. Bei Eltern, denen es nicht so gut geht, sind es nur 38 Prozent. „Flexible Arbeitszeiten können also eine positive Wirkung auf die Gesundheit der Eltern haben“, sagt Neitzert und fügt hinzu: „Im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben familienfreundliche Unternehmen Vorteile.“ Wie familiengerecht ein Unternehmen ist, lässt sich am folgenden Schnell-Check ablesen:

Arbeitszeitmodelle:

  • Bietet die Firma Teilzeitmodelle an?
  • Wird auf Kernarbeitszeiten verzichtet?
  • Gibt es Arbeitszeitkonten, in denen Mitarbeiter die Mehrarbeitszeit sammeln und dann später für gemeinsame Aktivitäten mit der Familie einsetzen können?

Arbeitsorganisation:

  • Sind Arbeitsprozesse für Vertretungen dokumentiert?
  • Wird in altersgemischten Teams gearbeitet?

Flexible Arbeitsorte:

  • Können Beschäftigte von zu Hause aus arbeiten?
  • Werden neben festen auch flexible Anwesenheitszeiten angeboten?

Kommunikation:

  • Gibt es regelmäßige Mitarbeitergespräche, in denen auch für den Arbeitsplatz relevante Veränderungen im privaten Lebensbereich thematisiert werden können?
  • Werden die Führungskräfte selbst ermutigt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aktiv zu gestalten und eine Vorbildfunktion einzunehmen?
  • Wird offen zu den Angeboten, aber auch den Grenzen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Unternehmen kommuniziert?

Unternehmen, die einen Großteil der Fragen mit „Ja“ beantworten, sind auf einem guten Weg zum familienbewussten Betrieb.

Verlässliche Kinderbetreuung entlastet

Neben flexiblen Arbeitszeitmodellen entlastet auch eine verlässliche Kinderbetreuung die Familien. So zeigt die AOK-Familienstudie 2014 auch, dass Eltern, die eine verlässliche Kinderbetreuung – durch Partner, Familie oder Institutionen – haben, weniger gesundheitliche Probleme haben als Eltern ohne entsprechende Betreuungsmöglichkeiten. Neitzert: „Ob im beruflichen oder privaten Umfeld: Ein breites Netzwerk aus Familienmitgliedern, Nachbarn, Freunden, Pädagogen und Erziehern unterstützt und entlastet, wenn es zeitlich mal eng wird.“ Darüber hinaus ist es wichtig, achtsam zu sein und Zeit für sich selbst zu haben. So können Eltern innerlich abschalten und neue Energien tanken – das zahlt sich aus: privat und beruflich.

Quelle: AOK-Medienservice
Internet: www.aok.de


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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