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17.7.2014   |   Allgemein

Schulanfänger: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Am ersten Schultag ist es zu spät. Wer den Schulweg für seinen Sprössling sicher gestalten will, sollte noch vor der Fahrt in die Ferien mit ihm üben. „Schulanfänger sind auf Grund ihres Entwicklungsstandes den komplexen Situationen des Straßenverkehrs oft noch nicht gewachsen und schnell überfordert“, weiß Gerhard Laub, Verkehrspsychologe von TÜV SÜD in München aus Erfahrung: „Alleine schon auf Grund ihrer geringen Körpergröße fehlt ihnen vielfach der nötige Überblick und sie werden leicht übersehen. Erwachsene sollten ruhig einmal in die Hocke gehen und so den Straßenverkehr aus Sicht der Kinder erleben.“ Das wirkt.

schulanfangGeübt werden muss der sichere Schulweg also vorher und nicht erst, wenn stolz die große Schultüte im Arm gehalten wird. „Erklären Sie Ihrem Kind ausführlich mögliche Gefahrenstellen“, fordert Laub. Zudem sollten Schulanfänger samt Eltern den neuen Weg zu den üblichen Schulzeiten abgehen. So lernen die Kinder genau die Verkehrsbedingungen kennen, die sie später allein zu meistern haben. TÜV SÜD-Fachmann Laub: „Als Faustregel gilt, einfache Schulwege mindestens drei bis vier Mal gemeinsam abgehen, schwierigere mindestens zehn Mal.“  Und auch wenn die Schulzeit begonnen hat, empfiehlt es sich, immer wieder mal sein Kind zu begleiten und nachzusehen, ob das eingeübte vorsichtige Verhalten umgesetzt wird.

Unfallursache Nummer Eins bei Kindern, die zu Fuß zur Schule gehen, ist das Überqueren der Fahrbahn. Deshalb wollen diese Schritte besonders geübt sein: vor jedem Betreten der Fahrbahn am Bordstein stehen bleiben, nach allen Seiten schauen, zuerst nach links, dann nach rechts, dann wieder nach links, um dann auf kürzestem Weg über die Straße zu gehen. Wenn möglich, die Straße nur an Ampeln und Fußgängerüberwegen überqueren. An Zebrastreifen Blickkontakt zu den Autofahrern aufnehmen, ebenso auf Fahrbahnteilern.

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, gibt Laub zu bedenken: „Sie haben nicht den Überblick und verhalten sich mitunter völlig anders, wenn sie alleine oder in der Gruppe sind.“ Werden beispielsweise Klassenkameraden auf der anderen Straßenseite entdeckt, wird der Verkehr ausgeblendet.

„Gerade jüngere Kinder lassen sich stark von ihrer Gefühlslage leiten und die kann sich schnell ändern“, weiß Laub. Hinzu kommt, dass Kinder noch nicht die körperlichen Voraussetzungen besitzen, um das Verkehrsgeschehen richtig einzuschätzen. Durch ihr kinderspezifisches Gesichtsfeld besitzen sie einen wesentlich geringeren Überblick als Erwachsene, nehmen Entfernungen und Geschwindigkeiten oft noch nicht richtig wahr.

Mit dem Fahrrad zur Schule sollten Kinder in den ersten Schuljahren überhaupt nicht fahren. Selbst wenn sie ihr Rad schon beherrschen, so sind sie im Straßenverkehr doch immer noch völlig schnell überfordert, warnt Laub. In jedem Fall sollte die schulische Radfahrausbildung absolviert sein, bevor das Radeln zur Schule in Frage kommt.

Wird mit dem Schulbus der Weg absolviert, dann sollten Eltern dies ebenfalls mit ihren Sprösslingen üben, empfiehlt sich. Das gilt für den Hin- und Rückweg zur Haltestelle und ebenso für das Ein- und Aussteigen. Immer erst an den Bus herantreten, wenn er zum Stehen gekommen ist und die Tür geöffnet hat. Nach dem Aussteigen warten, bis der Bus weggefahren ist und erst dann die Fahrbahn überqueren. Wenn möglich, am nächsten Fußgängerüberweg oder an einer Ampel. Wichtig ist zudem, dass das Kind rechtzeitig zur Haltestelle losgeht, damit es nicht unter Zeitdruck kommt.

Wird das Kind mit dem Auto zur Schule gebracht, gilt wie sonst auch die Anschnallpflicht. Erst ab 1,50 Meter Körpergröße dürfen Kinder den normalen Sitzgurt benutzen, bis dahin sind speziell gesicherte Kindersitze das Mittel der Wahl. Und: „Es dürfen nur so viele Kinder mitgenommen werden, wie auch im Auto gesichert werden können“, erinnert der TÜV SÜD-Fachmann.

Quelle: TÜV SÜD AG
Internet: http://www.tuev-sued.de/

Bild:CleanKids

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