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14.7.2014   |   Familie & Erziehung

Patchworkfamilien – kombiniertes Glück

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Während in der Vergangenheit meist nur durch den Tod des Ehepartners ein neuer Partner gesucht wurde, sind Trennungen heute gang und gäbe. Viele Menschen gehen nach einer Scheidung erneut auf Partnersuche. Kommt ein neuer Partner in die Familie, der selbst auch noch Kinder mitbringt, spricht man von einer Patchworkfamilie. Unter Patchworkfamilie versteht man ebenso, wenn nur ein neuer Partner hinzukommt, selbst, wenn er keine Kinder mitbringt. In manchen Fällen kommen die Kinder nur am Wochenende und das neue Paar hat auch gemeinsame Kinder. Laut Schätzungen weiß man, dass heute jede siebte Familie eine Patchworkfamilie ist, die sich recht unterschiedlich darstellen kann.

Patchworkfamilien - kombiniertes Glück

Zeit ist kostbar

Während der neue Partner für Mama oder Papa von großer Bedeutung ist, müssen die Kinder sich erst an den hinzugekommenen Menschen gewöhnen. Alle Mitglieder der Patchworkfamilie brauchen Zeit, um mit der völlig neuen Situation klarzukommen. Kinder müssen die Trennung erst verarbeiten, um einen neuen Partner zu akzeptieren. Und das braucht Zeit. Daher ist es ratsam, den neuen Partner der Familie langsam näher zu bringen und die Kinder nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Das Herz der Kinder, gilt es zu erobern

Entscheidet sich ein Elternteil für eine neue Partnerschaft, heißt das auch, dass ein neuer Erzieher in die Familie kommt und dass die neue Familie eventuell an einem anderen Ort wohnt. In vielen Fällen ändert sich auch der Freundeskreis. Kurzum, es bleibt oft nichts, wie es einmal war. Mit all diesen Veränderungen müssen die Kinder klarkommen – kein leichtes Unterfangen.

Gemeinsame Ausflüge und ungezwungene Besuche in der neuen Familie können sehr hilfreich sein, sich gegenseitig kennenzulernen und das Herz eines Kindes zu erobern.

Ersatzmama oder Ersatzpapa – nein danke!

Gerade Kindergarten- und Schulkinder tun sich mit Trennungen schwer, aber auch Teenager in der Pubertät haben es nicht leicht. Will der neue Partner gerne als Ersatzmama oder Ersatzpapa fungieren, wird schnell klar, dass das so nicht funktionieren kann. Neue Partner sollten sich zunächst vorsichtig annähern, am besten auf der Freundschaftsebene. Der neue Partner kann niemals ein Elternteil ersetzen, vielmehr aber ein Freund sein, der irgendwann einmal von den Kindern, als solcher angenommen und akzeptiert wird. Bis es so weit ist, wird es sicherlich eine Zeit lang dauern, aber was lange währt, wird endlich gut.


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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