Routinen und Rituale fördern gesundes Aufwachsen von Kindern

(ams). Kinder mögen Rituale: Ob Frühstück, Mittagsmahl oder Abendbrot – wenn alle gemeinsam am Tisch sitzen, schmeckt es einfach besser. „Eine solche Familienrunde ist zudem eine gute Gelegenheit, sich mit den Kinder auszutauschen über Kita, Schule und Freunde“, sagt Anke Tempelmann, stellvertretende Leiterin der Präventionsabteilung im AOK-Bundesverband.

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Für die große Mehrheit der Eltern gehören tägliche Gewohnheiten, Rituale und Regeln fest zum Familienleben. Das belegt auch die AOK-Familienstudie 2014. Vertraute Abläufe vermitteln Verlässlichkeit und Geborgenheit im Leben, geben Kindern Sicherheit und Halt. Wenn das Kind weiß, wann was und wie gemacht wird, muss außerdem nicht jedes Mal neu verhandelt werden. Das entspannt den Familienalltag.

Dass feste Regeln und Rituale im Familienleben die Gesundheit des Kindes fördern, war bereits ein wichtiges Ergebnis der ersten beiden AOK-Familienstudien von 2007 und 2010. In der aktuellen Studie 2014 wurde das wichtige Ritual gemeinsamer Mahlzeiten genauer untersucht.

Die schönsten Momente des Familienlebens

Zu den schönsten Familienmomenten gehören nach den Angaben der Eltern vor allem gemeinsame Mahlzeiten: So gaben 81 Prozent der mehr als 1.500 Befragten an, dass sie beim gemeinsamen Essen eine besonders schöne Zeit mit der Familie haben. Auch Gespräche mit dem Kind (79 Prozent) oder das gemeinsame Lesen/Vorlesen (64 Prozent) werden als wertvoll erachtet. Die häufigste gemeinsame Mahlzeit in den Familien ist – vor dem Hintergrund, dass die meisten Eltern berufstätig sind – das Abendessen. 78 Prozent der befragten Eltern essen regelmäßig zusammen mit den Kindern zu Abend, Frühstück nimmt die Hälfte der Befragten im Kreise der ganzen Familie ein.

Gemeinsame Zeit bewusst verbringen

„Verbringen Sie die gemeinsame Zeit mit Ihrer Familie so bewusst wie möglich und nehmen Sie mindestens eine Mahlzeit pro Tag mit Ihren Kindern ein“, rät Tempelmann. Während der gemeinsamen Mahlzeit oder schon beim gemeinsamen Zubereiten und Kochen können Eltern nämlich ganz in Ruhe über die kleinen Dinge des Alltags sprechen. „Streitgespräche gehören jedoch nicht an den Esstisch. Er sollte eine problemfreie Zone sein“, so die AOK-Präventionsexpertin weiter. Das Gespräch über die „Fünf“ in Deutsch oder das unaufgeräumte Zimmer wird also besser auf einen späteren Zeitpunkt festgelegt und sollte so unaufgeregt wie möglich geführt werden.Neben gemeinsamen Mahlzeiten sind tägliche Bewegung mit dem Kind und häufige ungeteilte Aufmerksamkeit für das Kind wichtige Routinen und Merkmale des Familienlebens – sie alle haben einen positiven Einfluss auf das gesunde Aufwachsen von Mädchen und Jungen.

Quelle: AOK-Medienservice
Internet: www.aok-bv.de


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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